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AERO 2022
Frank Martini

Viersitzer Aquila A414: Großer Vogel aus Schönhagen

Viersitzer Aquila A414 Großer Vogel aus Schönhagen

Schon auf der vergangenen AERO 2019 hatte der Schönhagener Flugzeugbauer Aquila ein Mockup einer viersitzigen Kabine gezeigt. Nun steht erstmals der Entwurf des A414-Prototypen zur Schau.

Zwar fehlen noch der Motor sowie die Avionikeinbauten und Steuerelemente, eines aber wird bereits klar, wenn man vor dem Flugzeug steht: die A414 ist ein relativ großer Vogel. Die Spannweite gibt der Hersteller mit elf Metern an, die Länge liegt bei 8,76 Metern und fast drei Meter ragt das Flugzeug in die Höhe. Als Antrieb für den Viersitzer haben die Schönhagener den 141 PS starken Rotax 915 iS mit einem dreiblättrigen Mühlbauer-Verstellpropeller vorgesehen. Zwischen dem Leergewicht und der angestrebten Abflugmasse von 1.100 Kilogramm liegt eine Zuladung von immerhin 400 Kilogramm. Marco Intelisano vom Aquila-Vertrieb hofft darauf, dass das Zulassungsverfahren bis Ende 2025 abgeschlossen sein wird.

Frank Martini
Auch eine turbogeladene A212 präsentierten die Schönhagener den Besuchern ihres AERO-Standes.

Turbo-Zweisitzer mit mehr MTOW

Auch eine Aquila A212 GX Turbo haben die Schönhagener in diesem Jahr in die Halle A4-407 mitgebracht. Für das von einem Rotax 914 F3 angetriebene Muster wurde das Abfluggewicht auf 800 Kilogramm erhöht, was die Zuladung auf 270 Kilogramm bringt. Die europäische Zulassung hatte dieses Flugzeug bereits im Januar erhalten. Mit dem turbogeladenen Antrieb soll die Maschine den Herstellerangaben zufolge eine konstante Steigrate von 700 bis 800 Fuß pro Minute erreichen und in Flugfläche 95 mit bis zu 140 Knoten true airspeed unterwegs sein.

Noch mehr Neues

Beim Einstiegsmodell des Herstellers, der A211, gibt es ebenfalls Neuigkeiten – sie ist nun in der Version A211 G3X mit zwei Garmin-Touchpanels verfügbar, mit denen sie für VFR-Flüge bei Tage und bei Nacht zugelassen ist. Mit den modernen Garminpanels, so der Hersteller, ist die Aquila A211 sogar etwa 6.000 Euro günstiger als in der ursprünglichen Ausführung mit den klassischen Rundinstrumenten.

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