Das haben sich Betreiber vom Flugplatz Uetersen/Heist im Kreis Pinneberg so ganz sicher nicht vorgestellt, als Mitte April der offizielle Startschuss für das Fliegen ohne Betriebsleiter fiel. Eigentlich müssen sich Piloten vorher anmelden, um dann im Rahmen der Öffnungszeiten auf der rund 1000 Meter 1100 Meter langen Grasbahn zu landen. Eine Cirrus-Crew aus Polen sah das offenbar anders und setzte am späten Montagabend gegen 23:20 Uhr Ortszeit mitten in der Nacht auf der unbeleuchteten Grasbahn auf. Die Aufzeichnung auf Flightradar24 endet um 23:15 Uhr in Platznähe. Die Daten verraten auch, dass die Maschine seit dem 27. April die Strecke mehrfach geflogen ist – zuletzt ging es am 8. Mai von Uetersen zurück nach Warschau.
Die Aufmerksamkeit war ihnen gewiss: Wie der NDR berichtet, hat die Landung einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Anwohner hatten die anfliegende Cirrus beobachtet und die Einsatzkräfte alarmiert. Vor dem Aufsetzen soll das Flugzeug tief über dem Gelände gekreist sein. Wie sich am Boden herausstellte, waren die beiden Insassen rund dreieinhalb Stunden zuvor in Warschau gestartet und hatten dem NDR-Bericht ihre Zwischenlandung auf dem Flugplatz Heist offenbar geplant. Juristischer Ärger ist der Crew gewiss: Nachtlandungen sind dort nicht erlaubt, Ermittlungen seien laut NDR eingeleitet.

Rund dreineinhalb Stunden war eine in Warschau gestartete Cirrus SR20 in der Luft. Der Flug endete mitten in der Nacht auf der Grasbahn von EDHE.





