in Kooperation mit

Premiere auf der AERO 2019

Schempp-Hirth zeigt den verbesserten Arcus

Foto: Lars Reinhold
AERO 2019

Schempp-Hirth zeigt auf der AERO 2019 eine verbesserte Ausführung seines Hochleistungs-Segelflugzeugs Arcus. Mit dem modernisierten Doppelsitzer will der Hersteller aus Kirchheim/Teck seinen Bestseller fit für eine erfolgreiche Zukunft machen.

Mit der Arcus hatte Schempp-Hirth 2009 in der Segelfluszene einen Nerv getroffen: Der Hochleistungsdoppelsitzer setzte in seiner Klasse neue Maßstäbe und verkaufte sich bis heute mehr als 300 Mal. Zahllose nationale und internationale Meisterschaften stehen auf der Habenseite von Piloten, die mit dem Arcus zu Wettbewerben angetreten sind. Nun präsentiert Schempp-Hirth auf der AERO 2019 erstmals die verbesserte Version des Arcus, die die Erfolgsgeschichte des Segelflug-Verkaufsschlagers weiterschreiben soll.

Gerade rechtzeitig zum Messebeginn war der neue Arcus-Prototyp eingeflogen – nun präsentiert er sich in der Segelflug-Messehalle A1 den AERO-Besuchern. Interessierte haben am Stand von Schempp-Hirth so die Möglichkeit, in Ruhe nach den Modifikationen des neuen Arcus zu suchen – denn diese stechen nicht alle auf den ersten Blick ins Auge.

Höheres Gewicht, neue Winglets

So erhöhte Schempp-Hirth zum Beispiel das Maximalgewicht und die maximale Flächenbelastung seines Bestsellers. Die motorisierten Versionen des verbesserten Arcus sollen laut Herstellerinformationen für eine Abflugmasse von bis zu 850 Kilogramm zugelassen werden. Die Tragflächen ließen sich so mit bis zu 55 Kilogramm pro Quadratmeter belasten.

Des Weiteren punktet der Flügel des neuen Arcus mit speziell entwickelten Winglets, die Schempp-Hirth in Zusammenarbeit mit Dr. Mark Maughmer von der Pennsylvania State University konzipiert hat. Sie sollen laut Hersteller nicht nur an die Winglets des neuen Ventus erinnnern, sondern auch Leistung und Flugeigenschaften entsprechend verbessern.

Neues Leitwerk und Mückenputzergaragen

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstand zudem ein neues Höhenleitwerk, das kleiner, dünner und damit widerstandsärmer ist als das des bisherigen Arcus. Das Leitwerk soll gleichzeitig auch weniger anfällig für Mücken sein.

Apropos Mücken: Der neue Arcus verfügt nun ebenfalls über in den Rumpf integrierte Mückenputzergaragen, wie sie in ähnlicher Form bereits beim Ventus 3 (vorn im Bild) zu finden sind. Das soll Aerodynamik und Flugleistungen des Segelflugzeugs weiter verbessern – und die Mückenputzer sind auch dann aufgeräumt, wenn das Flugzeug demontiert im Hänger liegt.

Schnittige Cockpit-Haube

Ein weiteres Aerodynamik-Feature des neuen Arcus ist die schlankere Haube, die für das Flugzeug künftig optional erhältlich sein soll. Schempp-Hirth hat die optimierte Kanzel nach eigenen Angaben zusammen mit „einigen begeisterten Arcus-Fans“ entwickelt. Sie verringert die Querschnittsfläche des Rumpfes und soll so zusätzliche aerodynamische Vorteile bringen.

Top Aktuell Flugsicherheitspreis Turbinen-Tüftler ausgezeichnet
Beliebte Artikel Auszeichnung Safety-Award für FLARM Segelflug auf der AERO Vielfalt des lautlosen Luftsports
Kiosk-Suche
Anzeige
Aerokurier Stellenangebote OFD sucht Pilot Jetzt bewerben – Pilot gesucht! OFD sucht Pilot (m/w/d) Stemme AG sucht Personal Jetzt bewerben Stemme AG stellt ein Jetzt bewerben PAL-V International BV sucht Sales and Marketing Manager Central Europe (m/w/d)