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VoloConnect startet zum Erstflug

Spezialist für längere Strecken VoloConnect hebt zum Erstflug ab

Volocopter meldet den Erstflug seines neuesten Familienmitglieds VoloConnect. Zwei Minuten und 14 Sekunden war der Senkrechtstarter in der Luft, dessen Markteinführung für 2026 geplant ist.

Im Mai vergangenen Jahres hatte Volocopter sein drittes Fluggerät vorgestellt: Der elektrisch angetriebene VoloConnect soll mit heutiger Batterietechnologie eine Reichweite von mehr als 100 Kilometern bieten und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern erreichen, so das Versprechen. Wie das Bruchsaler Unternehmen erst jetzt mitteilte, hat der Prototyp bereits im Mai nach 17 Monaten Entwicklungszeit den unbemannten Erstflug absolviert. Zwei Minuten und 14 Sekunden lang wurden am Sonderlandeplatz Oberschleißheim bei München verschiedene Manöver geflogen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Prototyp weist laut Hersteller alle für das kommerzielle Produkt geplanten Aerodynamik- und Leistungsmerkmale auf.

Mit VoloConnect ergänzt das Bruchsaler Unternehmen sein Portfolio, das bisher aus der unbemannten VoloDrone und dem Multicopter-Flugtaxi VoloCity besteht. Mit größerer Reichweite und höherer Nutzlast – an Bord sollen vier Passagiere Platz nehmen – soll VoloConnect Routen von der Stadt in die Vororte und darüber hinaus ermöglichen. Gemeinsam mit dem VoloCity, der für den innerstädtischen Raum konzipiert ist, kann Volocopter nach eigenen Angaben ein breites Spektrum von Flugrouten bedienen. Die Markteinführung des VoloConnect ist für 2026 geplant. Für den VoloCity ist die Indienststellung bereits für 2024 vorgesehen.

Anspruchsvolle Tests im Rahmen der Flugerprobung

Hinter VoloConnect steht ein Münchner Team unter der Leitung von Sebastian Mores, Chief Engineer VoloConnect. "Das ist ein bahnbrechender Moment für uns – zu sehen, wie der VoloConnect in den Himmel aufsteigt, markiert für uns das Erreichen eines unserer wichtigsten Meilensteine und zeigt, wozu wir in kurzer Zeit und im Einklang mit der Gesamtstrategie des Unternehmens zur Entwicklung bemannter und unbemannter Fluggeräte in der Lage sind. Darüber hinaus werden zurzeit neue Technologien getestet, die während der gesamten Programmentwicklung schrittweise implementiert werden", sagt Mores. VoloConnect und die anderen Senkrechtstarter von Volocopter werden gemäß den Flugsicherheitsstandards der EASA entwickelt.

"Eine ganze Familie elektrischer Fluggeräte in der Testflugphase zu haben, ist eine Pionierleistung", sagt Florian Reuter, CEO von Volocopter. "Die Führungsrolle von Volocopter in der Branche beruht auf der Ankündigung von Plänen und anschließender Umsetzung durch öffentliche Testflüge. Unsere Technologieplattform ist die Grundlage für die Entwicklung unserer Fluggeräte und hat gezeigt, dass sie Ergebnisse mit erstaunlicher Geschwindigkeit liefern kann. Volocopter bringt diese innovativen Designs vom Boden in die Luft, und dann in Städte weltweit"

VoloConnect beruht auf dem so genannten Lift+Cruise-Design. Sechs Rotoren ermöglichen senkrechte Starts und Landungen, während zwei Triebwerke und die Flügel den Vorwärtsflug besonders effizient machen sollen. Der Prototyp durchläuft nach Angaben von Volocopter derzeit eine Reihe anspruchsvoller Flugtests. Auf dem Programm stehen Flüge bei niedrigen Geschwindigkeiten, Übergangs- und Hochgeschwindigkeitstests für automatisierte und später autonome Flüge, sowie Motorausfalltests – laut Volocopter handelt es sich dabei um Standardtests für eVTOL-Fluggeräte, die für den Passagierbetrieb vorgesehen sind. Bei den ersten drei Testflügen konnte das Team einen erheblichen Teil des Flugbereichs mit Vorwärtsgeschwindigkeiten von bis zu 65 km/h und Seitwärts-Fluggeschwindigkeiten von 45 km/h verifizieren. Diese Grenzen sollen in den kommenden Wochen erweitert werden.

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Zwei Minuten und 14 Sekunden dauerte der Erstflug des VoloConnect.
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