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Dossier zum Lilium Jet
Hoffnungsträger oder Hochstapler?
Lilium Aviation

Urban Air Mobility

Liliums Scheinwelt

300 Kilometer in 60 Minuten mit fünf Personen an Bord – und das rein elektrisch: Der Lilium Jet wird den Versprechen seiner Entwickler zufolge die Urban Air Mobility revolutionieren. Doch was bleibt vom Hochglanz-PR-Image übrig, wenn man das Projekt mal durchrechnet? Spoiler: viel ist es nicht...

In der Februar-Ausgabe hat der aeorkurier eine umfassende Konzeptkritik zum Lilium Jet veröffentlicht. Ausgangspunkt dafür war die Berechnung eines Flugzeugbauingenieurs, der bekannte Parameter des Fluggerätes mit berechneten und wohlwollend geschätzten Werten kombinierte und daraus Rückschlüsse auf die Möglichkeit zog, die von Lilium propagierten Leistungen zu erreichen. Im Wesentlichen kam der Ingenieur zu dem Schluss, dass es bei aktueller Akkutechnologie nicht möglich sei, mit einem rein elektrisch angetriebenen E-VTOL fünf Personen mit 300 km/h über 300 Kilometer zu befördern. Laut seinen Berechnungen sei vielmehr nur ein Bruchteil davon möglich.

Ist das Konzept realistisch?

Zwei Professoren für Flugzeugbau, Dr. Erol Özger von der Technischen Hochschule Ingolstadt und Dr. Mirko Hornung von der Technischen Universität München, haben die Konzeptberechnung des Ingenieurs überprüft und im Wesentlichen bestätigt. Daraufhin hat der aerokurier Lilium einen Fragenkatalog zur Umsetzbarkeit des Konzepts zukommen lassen und auch Investor Frank Thelen mit den Ergebnissen konfrontiert. Die Konzeptberechnung des Ingenieurs sowie die Antworten Liliums und Thelens sind auf dieser Themenseite als Ergänzung zum Hauptbeitrag im aerokurier verfügbar.

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Download: Die Konzeptberechnung zum Lilium Jet0,32 MByte
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Die aerokurier-Kritik am Lilium Jet findet in der Fachwelt weitere Unterstützer. Auch Wissenschaftler der Technischen Universitäten Berlin und Hamburg halten das Konzept, wie es Lilium bewirbt, für nicht umsetzbar.

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