in Kooperation mit
Volocopter

Kooperation bei eVTOL-Pilotenausbildung

CAE und Volocopter Kooperation bei eVTOL-Pilotenausbildung

Das Flugsimulator-Hersteller CAE und das Flugtaxi-Start-up Volocopter haben eine Zusammenarbeit bei der Pilotenausbildung für senkrechtstartende Fluggeräte angekündigt. Dazu soll ein innovatives Trainingsprogramm entwickelt werden.

Das Bruchsaler Start-up Volocopter und das Kanadische Unternehmen CAE (Canadian Aviation Electronics) wollen gemeinsam ein Trainingsprogramm für Pilotinnen und Piloten von elektrischen, senkrechtstartenden Fluggeräten (eVTOLs) und für deren bevorstehende Markteinführung entwickeln. Das hat Volocopter jetzt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. CAE hat sich bereit erklärt, dazu sein internationales Trainingsnetzwerk entsprechend dem wachsenden Bedarf an PilotInnen bei Volocopter zu erweitern und bis zu 40 Millionen US-Dollar zu für den Ausbau zu investieren.

Einsatz modernster Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Virtual Reality

CAE ist nach eigenen Angaben eines der weltweit führenden Unternehmen bei Ausbildungssystemen für die Luftfahrt. Die strategische Partnerschaft zur Entwicklung, Zertifizierung und Bereitstellung eines Trainingsprogramms für eVTOLs soll das erste seiner Art sein. Damit werde eine sichere Einführung von Flugtaxidiensten weltweit gewährleistet, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Kooperation baut dabei insbesondere auf modernste Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR), Mixed Reality (MR) sowie Datenanalyse und umfangreiche Erkenntnisse zur Urban Air Mobility (UAM).

Die so genannte UAM soll den Luftraum über Städten erschließen. Das erste kommerzielle eVTOL-Fluggerät des Start-ups Volocopter, der VoloCity, befindet sich bereits im Zertifizierungsprogramm mit der europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und soll rechtzeitig zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Durch bestehende Partnerschaften mit globalen Marktführern wie Daimler, Aéroports de Paris, Microsoft Azure und jetzt auch CAE plant Volocopter, seine Mobilitätsdienste innerhalb der nächsten fünf Jahre in mehreren Städten weltweit anzubieten. Volocopter strebt dabei nach eigenen Angaben eine Zertifizierung gemäß den höchsten Sicherheitsstandards für Fluggerät und deren Betrieb an.

CAE-Trainingsgeräte für Volocopter

CAE will entsprechend dem Wachstum von Volocopter Trainingsschulen und -geräte zur Verfügung stellen sowie Ausbilder einstellen. Im Rahmen der Vereinbarung erwirbt Volocopter einen Simulator von CAE. Als präferierter Ausbildungspartner will CAE darüber hinaus Kursunterlagen erstellen, die speziell auf die Bedürfnisse der zukünftigen eVTOL-PilotInnen ausgerichtet sind und individuelle Programme beinhalten, die ein schnelleres und effizienteres Training ermöglichen.

"Auf unserem Weg, mit UAM eine neue Ära der Mobilität einzuläuten, spielt die Ausbildung der PilotInnen weltweit eine entscheidende Rolle. Wir sind stolz darauf, mit CAE zusammenzuarbeiten, die branchenführend bei innovativen Ausbildungslösungen für neue Flugzeuge sind", betonte Florian Reuter, CEO von Volocopter. Die Partnerschaft werde sowohl die Markteinführungszeit der Services als auch Volocopters globale Expansionspläne deutlich begünstigen, so Reuter weiter. "Wir freuen uns über CAEs Unterstützung und darauf, gemeinsam zukunftsorientierte Technologien für eine nachhaltig sichere Luftfahrt zu kombinieren."

Durch neue Ausbildung "in Führung gehen"

"Als Hightech-Unternehmen und Branchenführer für Pilotenschulungen prüfen wir kontinuierlich Lösungen, die unsere Welt sicherer machen", sagt Nick Leontidis, Group President der CAE, Civil Aviation Training Solutions. "Wir freuen uns, die inspirierende Vision von Volocopter zu unterstützen und gemeinsam mit der Gestaltung einer ganz neuen UAM-Ausbildung in Führung zu gehen. Diese wird die Sicherheit im Betrieb in den Vordergrund stellen und von datengesteuerten Lösungen, unserer erstklassigen Erfahrung in der Ausbildung von PilotInnen und unseren langjährigen Beziehungen zu zivilen Luftfahrtbehörden profitieren."