in Kooperation mit

Segelflug Grand Prix 2019

Tilo Holighaus ist Weltmeister

Foto: FAI Sailplane Grand Prix

Tilo Holighaus gewinnt das Finale des Segelflug Grand Prix 2019. Im spanischen La Cerdanya verwies er Abonnement-Weltmeister Sebastian Kawa aus Polen und den Franzosen Louis Bouderlique auf die Plätze.

Der neue Weltmeister im Segelflug Grand Prix heißt Tilo Holighaus. Der Kirchheimer, der bei der Fliegergruppe Wolf Hirth auf der Hahnweide in Baden-Württemberg aktiv ist, konnte mit drei Tagessiegen, zwei zweiten Plätzen und einem siebten Rang das Finale im spanischen La Cerdanya vor Mehrfachweltmeiter Sebastian Kawa aus Polen und dem Franzosen Louis Bouderlique für sich entscheiden. Sechs Rennen in sieben Wettbewerbstagen in den Bergen der Pyrenäen rund um den nordspanischen Flugplatz boten Segelflug-Atmosphäre vom Feinsten. Während Holighaus den ersten Wertungstag noch recht knapp mit 25 Sekunden Vorsprung vor dem Litauer Gintas Zube gewann, flog er bei den beiden anderen Tagessiegen Vorsprünge von zwei bis knapp drei Minuten heraus – im Grand Prix absolute Welten.

„Ich bin total Happy, dass es jetzt endlich mit dem Titel geklappt hat“, sagte Holighaus dem aerokurier und fügte an: „Der Grand Prix ist ein wahnsinnig tolles Format, bei dem es darauf ankommt, vorneweg zu fliegen, wenn man gewinnen will. Einfach hinterherfliegen reicht nicht.“ Während viele Piloten bei klassischen Formaten versuchten, durch Taktieren nicht zu verlieren, müsse man beim Grand Prix progressiv sein und als erster die besten Linien finden. Nur so könne man Erfolg haben. „Ich probiere immer wieder, individuell zu fliegen, abseits der Pulks, und auch mal ungewöhnliche Linien zu wählen. Bei klassischen Wettbewerben habe ich mich damit schon des öfteren ins Aus geschossen, weil die anderen gesehen haben, dass meine Wahl die falsche war und daraufhin anders geflogen sind. Beim Grand Prix hingegen bist du vorne, wenn du vorne bist, und wer zu lange wartet, kommt nicht hinterher. Von daher kommt mir der Grand Prix schon sehr entgegen.“

Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 148 km/h

Die Aufgaben führten die Piloten auf Strecken zwischen 180 und 280 Kilometer über die nordspanische Landschaft, dabei erreichten sie Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 148 km/h. „Es war ähnlich wie im Finale in Chile vor einem Jahr von den Bedingungen her anspruchsvoll. In Chile war es vor allem die Höhe der Anden, mit der man klarkommen musste, dafür war es sehr viel Hangflug, auf den man sich schnell einstellen konnte“, sagt Holighaus. In Spanien hingegen seien die Wetterbedingungen anspruchsvoller gewesen. „Von Wolkenthermik über Hangwind und Welle war so ziemlich alles dabei, und man musste sich auf die unterschiedlichsten Bedingungen einlassen.“ Am Ende habe es aber wieder riesigen Spaß gemacht, sich mit den besten Piloten der Welt zu messen, sagte der Kirchheimer.

Seinen Erfolg schrieb Tilo Holighaus aber keineswegs nur seinem Können zu. „Mit dem Ventus 3T hatte ich – meiner Meinung nach – das beste Flugzeug für die Bedingungen in Spanien. Die Flächenbelastung war dieses Mal aus Sicherheitsgründen auf 45 kg/m² begrenzt, und da hat der Ventus eindeutig Vorteile gegenüber den schärfsten Konkurrenten. aus Deutschland und Südafrika.“ Vier Muster dominierten den Wettbewerb: fünf JS3, vier JS1, vier Ventus 3 und fünf ASG29 starteten in La Cerdanya. Lediglich der Spanie Aldo Rodriguez ging mit einer Lak 17A ins Rennen.

Der zweite Deutsche im Finale, Christoph Limpert von Rhönflug Gersfeld, beendete das Finale auf Rang 6. An den sechs Wettbewerbstagen hatte er zwei vierte, einen fünften, einen sechsten, einen siebten und einen 15. Platz erflogen. Am dritten Tag brach er die Aufgabe ab.

Top Aktuell Auszeichnung Safety-Award für FLARM
Beliebte Artikel Segelflug auf der AERO Vielfalt des lautlosen Luftsports Stemme AG auf Erfolgskurs Verkaufsschlager S12G mit Garmin-Glascockpit
Kiosk-Suche
Anzeige
Aerokurier Stellenangebote Jetzt bewerben ACM Charter sucht Mitarbeiter/in CAMO (m/w/d) Jetzt online bewerben Landesdirektion Sachsen sucht Sachbearbeiter im Referat Luftfahrt OFD sucht Pilot Jetzt bewerben – Pilot gesucht! OFD sucht Pilot (m/w/d)