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DRF Luftrettung

Luftrettung H145 mit fünf Rotorblättern für DRF

Die DRF Luftrettung erweitert ihre Flotte um eine H145 von Airbus Helicopters mit Fünfblattrotor und somit höherer Nutzlast. Der Helikopter wurde im Dezember übergeben und soll im April seinen Dienst aufnehmen. Auch bestehende H145 sollen den neuen Rotor erhalten.

Nach eigenem Bekunden ist die DRF Luftrettung der erste Betreiber einer H145 mit dem neuen Fünfblattrotor in der Europäischen Union. DRF-Techniker werden den werksneuen Hubschrauber ab sofort für den Einsatz an einer der Luftrettungsstationen ausrüsten. Die Arbeiten in der eigenen Werft am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sollen rund einen Monat dauern, gefolgt von Checkflügen und der Ausbildung der Besatzung. Voraussichtlich im April soll der Helikopter seine ersten Missionen fliegen. Das schreibt die DRF Luftrettung in einer Pressemitteilung.

Nach der Abnahme in Donauwörth, dem Hauptstandort der Hubschrauberproduktion von Airbus Helicopters in Deutschland, wurde der Hubschrauber am 23. Dezember 2020 in die Werft im Operation Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden überführt. Dort wird die medizinische Ausstattung eingebaut. Zudem zertifiziert der Entwicklungsbetrieb der DRF Luftrettung das Wetterradar und es werden Checkflüge durchgeführt. Abschließend wird die erste Besatzung für den Einsatz mit dem Muster geschult.

150 Kilogramm mehr Zuladung für mehr Flexibilität

Dank des neuen Systems kann der zweimotorig Turbinenhelikopter bis zu 150 Kilogramm mehr Last an Bord aufnehmen. Dies ermögliche es, auf die Anforderungen im Einsatz besser reagieren zu können, etwa durch die Aufnahme von zusätzlichem medizinischem Personal oder dem Mitführen von mehr Treibstoff. Zudem biete der Hubschrauber durch seine fünf Rotorblätter noch mehr Flugkomfort sowohl für die Besatzung als auch für die Patienten. Über ein WiFi-Netz können die Piloten jetzt ihre Daten vom Tablet auf den Bordcomputer übertragen.

"Mit dieser Weiterentwicklung verfolgen wir konsequent unser zentrales Ziel: morgen auch die Menschenleben zu retten, denen wir heute noch nicht helfen können.", sagte Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Mit Blick auf die Technik ergänzte er: "Mit diesem Hubschrauber haben wir ein neues, hochmodern weiterentwickeltes Mitglied in unserer Flotte – das war sozusagen ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Wir sind stolz darauf, hier die Ersten zu sein. Ganz bewusst haben wir uns dafür entschieden, das Fünfblatt-Rotorsystem – sobald es am Markt ist – einzusetzen. Denn mit dieser Investition erweitern wir unsere Möglichkeiten, noch mehr Menschen in Not schnelle und hochprofessionelle Hilfe zu bringen. Dies entspricht unserem Selbstverständnis als Innovator, die Luftrettung auf höchstem fliegerischem, medizinischem und technischem Niveau in Deutschland und weltweit voranzutreiben."

Dr. Wolfgang Schoder, CEO Airbus Helicopters Deutschland, fügte hinzu: "Wir haben intensiv an der Weiterentwicklung gearbeitet und danken der DRF Luftrettung für das Vertrauen in unsere Technologie. Wir teilen die Mission unseres Partners, die Geschichte der Luftrettung fortzuschreiben."

Upgrade auf für bestehende Hubschrauber

Im ersten Quartal 2021 wird die DRF Luftrettung zudem gemeinsam mit Airbus Helicopters zunächst eine bestehende Einsatzmaschine auf das Fünfrotorblatt-System umrüsten – wie es heißt, als weltweit erster Kunde von Airbus. Innerhalb der nächsten zwei Jahre plant die DRF Luftrettung dann, alle ihre vorhandenen H145 von vier auf fünf Rotorblätter umzurüsten.

Korrektur: In einer früheren Version hieß es "europaweit". Die DRF Luftrettung bezieht sich jedoch auf die Europäische Union.