UL-Motorsegler für unkomplizierte Genussflüge

Leichtes Fliegen
Ultraleicht, unabhängig, elektrisch

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.04.2026
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Ultraleicht, unabhängig, elektrisch

Vor zwei Jahren war bereits eine Konzeptstudie des ultraleichten Einsitzers "Urfin" vom tschechischen Flugzeugbauer Blanik Aircraft auf der AERO zu sehen. Danach war es still um das Projekt allerdings geworden. Nun hat Blanik den zweiten Prototyp mit an den Bodensee gebracht. Der jetzt ausgereiftere Entwurf ist an Piloten gerichtet, die sich vom ursprünglichen Gedanken des ultraleichten Fliegens angezogen fühlen. Die Deregulierung der 120-Kilo-Klasse ist ein weiterer Vorteil. Dadurch ist kein Medical und keine offizielle Jahresnachprüfung notwendig. Piloten können ihrer Leidenschaft auf diese Weise eigenverantwortlich und unabhängig nachgehen.

Antrieb in den Leitwerksträger integriert

Dem Konzept eines in das Leitwerk integrierten Elektro-Antriebs mit Fünfblattpropeller ist der Hersteller treu geblieben. Der Antriebsstrang ist eine Eigenentwicklung, er soll durch die Position und seine klappbaren Propellerblätter einen besonders Segelflug ermöglichen, der durch den Antrieb nicht beeinträchtigt ist.

Größere Spannweite, höhere Gleitzahl

Im Vergleich zum ersten Prototyp ist die Flügelspannweite auf 13,5 Meter angewachsen, auch die Gleitzahl hat sich dadurch verbessert: Sie wird nun mit 29,1 angegeben. Die maximale Abflugmasse: 260 Kilogramm. Die tschechische UL-Zulassung soll demnächst vorliegen, damit kann das 120-Kilo-UL auch in Deutschland betrieben werden.

Der Urfin ist in erster Linie als Fluggerät für Genussflüge konzipiert. Der Entwurf steht für Einfachheit und Unabhängigkit, auch das Handling soll einfach, unkompliziert und sicher sein. Den Produktionsstart plant Blanik für das Frühjahr 2027. Dann soll der Urfin für 85.000 Euro zu haben sein, mit Anhänger für noch mehr Unabhängigkeit sollen es 100.000 Euro sein.