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Alexander Schleicher

ASK21 dezent modernisiert

Mit knapp 1000 gebauten Exemplaren ist die ASK 21 eines der erfolgreichsten Segelflugzeuge aus dem Hause Schleicher und noch heute Maßstab bei den Schul-Doppelsitzern. Knapp 40 Jahre nach dem Erstflug haben die Poppenhausener das Modell dezent überarbeitet.

Wenn es um die Grundausbildung von Flugschülern oder erste Erfahrungen im Kunstflug geht, setzen Vereine und Flugschulen weltweit auf die ASK 21. Die Robuste Konstruktion - mittlerweile wurde die Lebensdauer auf bis zu 18.000 Stunden verlängert -, gutmütige Flugeigenschaften und einfaches Bodenhandling: Rudolf Kaiser setzte seinerzeit Prämissen, die ganz klar auf den unkomplizierten Betrieb zielten und weniger auf überragende Flugleistung. Das machte die 21 über fast 40 Jahre zum Bestseller.

Doch auch Erfolgsmodelle bedürfen irgendwann einer sanften Überarbeitung, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben. So hat Schleicher der ASK 21 die ein oder andere Neuerung spendiert, die den Alltagsbetrieb noch angenehmer gestalten sollen.

Die wohl bedeutendste Neuerung: Automatische Ruderanschlüsse. Foto und Copyright: Manfred Münch

Auffäligste Neuheit sind die automatischen Ruderanschlüsse für Höhen- und Querruder sowie Bremsklappen, die das Aufrüsten künftig leichter von der Hand gehen lassen sollen. Die 21B rollt auf dem verstärkten Fahrwerk der Motorsegler-Variante 21Mi, zudem sorgt eine Abdichtung um den Radausschnitt für weniger Dreck im Rumpf. Auch an die Kunstflug-Piloten haben die Ingenieure gedacht. So ist die neue Bremsanlage derart konstruiert, dass auch bei häufigen Rückenflügen keine Luft mehr in die Bremszylinder wandern kann. Weiterhin verspricht Schleicher eine bessere Querruderwirkung und dadurch eine höhere Rollrate. Dank Trimmgewichts-Kasten im Seitenruder kann bei der 21B auf externen Trudelballast verzichtet werden. Schließlich macht ein neues Pitotrohr in der Rumpfspitze das Aufstecken einer Verlängerung bei Kunstflugmanövern überflüssig.

Die Panels wurden aufgeräumt, das hintere zudem verkleinert, um dem Fluglehrerer eine bessere Sicht nach vorn und auf seinen Flugschüler zu bieten. Foto und Copyright: Manfred Münch

Auch im Cockpit hat Schleicher renoviert. Eine leicht abgewandelte Aufteilung sorgt für mehr Platz und bessere Ergonomie vor allem für größere Piloten, überarbeitete Instrumentenpanels, verstellbare Kopfstützen sowie Seitentaschen und besser regulierbare Lüftungsdüsen kommen dem Komfort zugute. Was die Sicherheit angeht, hat man die Form der Sitzschalen überarbeitet und auch die Gurthaltepunkte besser angeordnet. Zudem verfügen die Sitzpolster nun über eine Füllung aus Energieabsorbierendem Schaum.

Die erste ASK 21B bleibt in Poppenhausen und wird künftig auf der Wasserkuppe fliegen, sagte Uli Kremer, Geschäftsführer von Alexander Schleicher Flugzeugbau.

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