DFS erweitert den FMC-Probebetrieb auf weitere FIS-Sektoren

Neues FIS-Verfahren
Mithören statt funken: FMC-Probebetrieb erweitert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.04.2026
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Mithören statt funken: FMC-Probebetrieb erweitert
Foto: Patrick Holland-Moritz

Die meisten VFR-Piloten kennen es: Das An- und Abmelden auf der überfüllten FIS-Frequenz kann an Tagen mit feinsten CAVOK-Bedingungen zur Geduldsprobe werden. Gezielte Nachfragen seitens der Piloten, etwa zu Lufträumen oder zum Verkehr um sie herum, sind an solchen Tagen teils nur bedingt möglich, da die FIS-Spezialisten an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Aus diesem Grund hat die DFS Deutsche Flugsicherung von Frühjahr bis Herbst 2025 einen FMC-Probebetrieb im FIS-Sektor Saarbrücken gestartet. Ziel war es, herauszufinden, ob die Frequenz durch ein solches Monitoring-System entlastet werden kann.

Die im vergangenen Jahr gesammelten Erfahrungen sollen nun in einen erweiterten Probebetrieb einfließen, informiert die DFS. Vom 16. April bis zum 29. Oktober 2026 wird zusätzlich zu Saarbrücken auch in den Sektoren Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart das Monitoring-Verfahren aktiviert.

So funktioniert es

Die Abkürzung FMC steht für "Frequency Monitoring Code". Piloten, die zwar gerade keine Informationen benötigen, aber das Geschehen auf der FIS-Frequenz und damit im Lauftraum im Blick behalten möchten, brauchen sich nicht mehr anmelden – es genügt, wenn sie ihre ständige Hörbereitschaft mittels der Schaltung des jeweiligen Frequency Monitoring Codes am Transponder mitteilen. Bei Bedarf können die FIS-Spezialisten dann ihrerseits gezielt ein Luftfahrzeug kontaktieren oder einen Rundruf an hörbereite Piloten in ihrem Sektor starten. Zu beachten sind dabei allerdings einige militärische Zuständigkeitsbereiche, in denen das Verfahren keine Anwendung findet. Die technischen Voraussetzungen erklären sich von selbst: Die DFS fordert einen Mode-S-Transponder mit Höhenübermittlung und natürlich ein funktionierendes Funkgerät.

Die DFS weist darauf hin, dass Piloten keinen im Rahmen des Probebetriebs keinen Anspruch auf die Erbringung von FIS-Diensten haben. Wie im VFR-Betrieb üblich, gilt das Prinzip "See and Avoid" – FIS ist jedoch ein Baustein, um das Fliegen vor allem an betriebsstarken Tagen ein Stück sicherer zu machen.

Das AIC mit Informationen zu Sektoren, Frequenzen, Transponder-Codes und militärischen Zuständigkeitsbereichen steht hier bereit.