Kampf um Schwarzheide geht in die nächste Runde

Flugplatz vor dem Aus
Kampf um Schwarzheide geht in die nächste Runde

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.09.2026
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Kampf um Schwarzheide geht in die nächste Runde

Bereits Anfang des Jahres hat das Landgericht Cottbus in einem Urteil zum Streit um den Flugplatz Schwarzheide festgestellt, dass der Mietvertrag zwischen Gemeinde und Aero-Club Schwarzheide unverändert fortbestehen bleibt. Die Klage der Gemeinde wurde somit abgewiesen. Auch eine Widerklage sei abgewiesen, schrieb das Gericht in seinem Urteil. Dennoch ist die Auseinandersetzung um das Flugplatzgelände damit nicht beendet, sondern geht in die nächste Runde.

Gemeinde geht in Berufung

Offenbar hat sich die Gemeinden Schipkau für eine Berufung entschieden, die am Oberlandesgericht Brandenburg anhängig ist. Der Termin zur mündlichen Verhandlung wurde auf den 19. Januar 2027 angesetzt. Der Flugbetrieb in Schwarzheide kann bislang jedoch nicht wieder aufgenommen werden.

Laut dem Luftsportverein wurden politische Gespräche, auch nach Amtsantritt des neu gewählten Bürgermeisters der Gemeinde Schipkau, ohne konkrete Lösung abgebrochen. Vom Verein heißt es dazu, es verstärke sich der Eindruck, dass das Projekt und der umfangreiche Bebauungsplan für das geplante Industriegebiet bereits zu weit fortgeschritten seien, als dass jemand die politische Verantwortung dafür übernehmen wollte, dies der rechtlichen Realität anzupassen.

Gemeinde lehnt Kompromissvorschlag ab

Der Verein hatte der Gemeinde Schipkau ein Konzept für eine gemeinsamen Nutzung des Areals unter dem Titel "Flugplatz mit Industrie" vorgestellt. Der Bebauungsplan wird derzeit allerdings weiter vorangetrieben. "Derzeit ist nicht davon auszugehen, dass dieses Entgegenkommen durch uns, den Rechtsstreit zu beenden, aufgenommen und verfolgt wird", sagte ein Vertreter des Luftsportvereins dem aerokurier. Möglicherweise will man in der Gemeinde Tatsachen schaffen, um die Wiederaufnahme des Flugbetriebs endgültig zu verhindern. Eine Anfrage des aerokurier zu dem Sachverhalt bei der Gemeinde Schipkau blieb bislang unbeantwortet.