Fly Unique: Luxusreisen, bei denen es ums Fliegen geht

Fly Unique
Wenn das Fliegen zum eigentlichen Reiseziel wird

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.10.2026
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Luftaufnahme der Sossusvlei‑Wüste in Namibia, fotografiert aus einem Kleinflugzeug; der Flügel ist im oberen Bildbereich sichtbar. Die Szene zeigt weitläufige orangefarbene Sanddünen mit einzelnen ausgetrockneten Pfannen (u. a. Dead Vlei) und starkem Schattenwurf. Die Aufnahme entstand im Rahmen eines Rundflugs (Fly Unique), laut IPTC mit Hinweis auf eine Cessna als Trägerflugzeug.
Foto: Fly Unique

Zwölf Tage Inselhopping auf den Bahamas mit einer Cessna 182, inklusive Business-Class-Anreise, Lizenzvalidierung, 18 Flugstunden, Übernachtung in Luxus-Resorts und Villen und Baden mit den berühmten"Swimming Pigs" in Big Major Cay: 11 649 Euro pro Person. 14 Tage Südafrika auf dem Luftweg inklusive Business-Class-Anreise, Validierung, zwölf Stunden Cessna 182 plus zwei Stunden 172, edle Lodges im Outback, Luxushotels und Heli-Flug über den Victoriafällen: 10 869 Euro pro Person. Acht Tage zwischen Kreta und Milos, nochmal Luxushotels mit Privatpools, Flug zwischen beiden Inseln samt Sightseeing in einer PA-28 selbst gesteuert oder mit Berufspilot. Mit 4869 Euro pro Nase beinahe günstig.

Das Foto zeigt das Fowl Cay Private Island Resort auf den Bahamas. Eine einzelne Villa steht auf einer kleinen Privatinsel mit dichtem Grün, privatem Bootsanleger und kristallklarem, türkisfarbenem Wasser; die Aufnahme ist eine schräge Luftansicht mit Blick auf die umliegenden Lagunen.
Fly Unique

Wenn man sich durch die Website von Fly Unique klickt, fragt man sich als Normal- bis Besserverdiener früher oder später, ob Menschen wirklich bereit sind, diese Summen für einen Urlaub auszugeben. Die Frage ist aber obsolet. Lars Holling, der Gründer von Fly Unique, weiß, dass es eine Klientel gibt, die nicht nur einen Grad an Luxus schätzt, den der Durchschnittspilot bzw. Durchschnittsbürger wohl als komplett übertrieben bewerten würde, sondern auch gerne Geld dafür ausgibt, dass ihr die Planung weitgehend abgenommen wird. Und genau diesen Service bietet Fly Unique.

Holling kommt aus dem Segelflug, hat mit 14 Jahren am Flugplatz Dorsten angefangen, später die PPL(A) draufgesattelt und verschiedene Reisen mit DA40 NG, PA-28 Turbo Arrow oder Cessna 182 durch Deutschland, Europa, USA, die Bahamas und Asien gemacht und insbesondere in Griechenland die Heimat seines Herzens gefunden. Den Einstieg in den Tourismus fand er über seine Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann bei Studiosus, wo er sich – was Wunder – vor allem um den Bereich Flug gekümmert hat.

Weitere berufliche Stationen führten ihn zur Schweizer Regionalfluggesellschaft Crossair und zu Swiss International Air Lines, später war er etliche Jahre beim weltgrößten Flugticket-Großhändler Aerticket tätig, wo er als Geschäftsführer für den Bereich Flugeinkauf und die Verträge mit den Airlines verantwortlich zeichnete. Eine solide Karriere im Tourismus.

Das Fliegen als Kern der Reise

"Schon lange hatte ich vor, mich mit einem besonderen Angebot selbstständig zu machen – einem Angebot, bei dem das Fliegen nicht bloß Mittel zum Zweck ist, sondern zentraler Bestandteil der Reise", berichtet der 52-Jährige im Gespräch mit dem aerokurier. Diese Idee wurde zur Grundlage von Fly Unique. Klar war für ihn von Beginn an die Ausrichtung auf das Luxussegment. "Es ging mir nie darum, es den etablierten großen Reiseveranstaltern gleichzutun – die erzielen ihre Gewinne über Masse und große Stückzahlen. Vielmehr wollte ich mit einem eingespielten Team viel gezielter auf die individuellen Wünsche jedes einzelnen Kunden eingehen, als es bei einem Großveranstalter je möglich wäre. Bei Fly Unique setze ich stattdessen auf mein Wissen über die Klientel und die Individualluftfahrt, um genau die Reisen und Angebote zu entwickeln, die ich selbst gerne machen würde."

Das Foto zeigt eine Piper PA-28, ein einmotoriges Leichtflugzeug, in Frontalansicht am Boden. Der Dreiblattpropeller mit polierter Spinnerkappe, das Nasenradfahrwerk und die Tiefdecker-Bauweise sind deutlich erkennbar. Neben der Flugzeugnase steht eine Person; im Hintergrund befinden sich Hangars eines Flugplatzes.
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Im Fokus stehen dabei drei Zielgruppen: zum einen jene, die das Fliegen an sich als Erlebnis betrachten, aber keine Pilotenlizenz haben. Hier gilt das Motto "Vorne sitzen, ohne Verantwortung zu tragen". Die Key Points der Reise mit dem Kleinflugzeug sind dabei die unmittelbare Einbindung ins Cockpit- geschehen und die niedrigere Flughöhe verglichen mit Airlinern, die ein ganz anderes Erlebnis ermöglichen. Die Einschränkungen benennt Fly Unique ebenso klar: Wetterabhängigkeit, weniger Komfort, begrenzte Kapazität beim Gepäck. Für jene gibt es beispielsweise den Sylt-Trip übers Wochenende oder auch eine Woche in schicken Hotels auf den Bahamas – mit Shuttle zwischen den Inseln im Kleinflugzeug.

Die zweite Zielgruppe sind aktive Flieger, die im Urlaub ihrem Hobby nachgehen möchten. Hier hat Holling alle möglichen Pakete im Angebot, die sich individuell nach Vorlieben und Fähigkeiten des Reisenden richten. Einzige Voraussetzung: eine entsprechende Lizenz samt Medical. Alles Weitere wird auf Wunsch in die Offerte integriert, sprich: Validation, Einweisung, gegebenenfalls sogar Routing-Empfehlungen und natürlich alle Genehmigungen, die es braucht. "Wir bieten auch an, dass bestimmte Etappen von einem erfahrenen Berufspiloten begleitet werden, sodass unser Kunde entweder unter Aufsicht fliegt oder einen besonders schwierigen Streckenabschnitt einfach nur vom Co-Pilotensitz aus genießen kann", erklärt Holling.

Die Aufnahme zeigt eine Wüstenlandschaft mit langgezogenen, windgeformten Sanddünen; im oberen Bildbereich ist die Unterseite eines Flugzeugflügels mit der Aufschrift „DESERT AIR“ sichtbar. Laut Dateiname handelt es sich um einen Flug von Desert Air (Fly Unique), aufgenommen aus der Luft in schräger Perspektive. Das Bild datiert dem Dateinamen zufolge auf den 24.09.2026.
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Alle Angebote maßgeschneidert

Eine dritte Klientel hat Fly Unique mit jenen im Visier, die sich einfach absoluten Luxus gönnen und mit dem Privatjet oder in der First Class großer Airlines zu exklusiven Destinationen reisen wollen, aber keine Lust oder Zeit haben, alles selbst zu organisieren. "Maßgeschneiderte Routen, erstklassige Unterkünfte und eine nahtlose Reiseplanung von Tür zu Tür – es gibt Kunden, die genau das schätzen", so Holling. Von St. Barth bis Courchevel, von den Malediven bis nach Necker Island – Fly Unique kümmert sich um jeden Baustein der Reise, sei es Privatjet oder First Class, Luxus-Lodge oder Stadtpalais, Chauffeur oder Concierge, heißt es auf der Website.

Das Foto zeigt die Villa Rio Chico mit weitläufiger Gartenanlage und geschwungenem Swimmingpool in tropischer Umgebung. Die mehrteilige Anlage verfügt über umlaufende Veranden, weiße Balustraden, terrassierte Pool- und Liegeflächen sowie dichten Bewuchs mit Palmen. Die Aufnahme ist eine helle Außenansicht bei Tageslicht aus erhöhter Perspektive.
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"Fakt ist, dass viele Unternehmen Reisen anbieten können, auch qualitativ hochwertige. Aber der Fokus auf die Fliegerei, das ist die Domäne von Fly Unique", stellt Lars Holling den Kern seines Unternehmens noch einmal heraus. Dabei spielt für ihn keine Rolle, wohin es gehen soll oder ob der Kunde Segelflug, SEP, Helikopter oder Turbine fliegen möchte. "Jeder bekommt, was er sich wünscht und wo er sich das wünscht. Pilotenträume möglich machen, das habe ich mir mit Fly Unique auf die Fahnen geschrieben."

Zum Wünschen, fügt er an, komme gegebenenfalls auch noch das Brauchen. Denn Fly Unique kann auch auf Handicaps seiner Kunden Rücksicht nehmen, beispielsweise, ob sie einen Safety Pilot benötigen, und diese Bedürfnisse mit in die Reise einbauen. So international wie die Reiseziele sieht Holling auch die Kundschaft. Europa, USA, China, Nahost – überall gibt es zahlungskräftige Luftfahrtfans, die Fly Unique ansprechen will. Geht nicht, gibt’s nicht – dieser bekannte Werbeslogan trifft auch auf Fly Unique ganz sicher zu.