Elektro-Motorsegler lässt Piloten Staunen

AERO Neuheiten
Energiesparwunder für UL-Piloten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.04.2026
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Energiesparwunder für UL-Piloten

Auf den ersten Blick ist der Motorsegler 1Comet aus der Schweiz recht unscheinbar. Doch das ultraleichte Fluggerät bietet durch eine Kombination nachhaltiger Entwicklungen ein erstaunlich energie-optimiertes Gesamtkonzept. Der Elektroantrieb HPD12 von Geiger Engineering liefert dabei ausreichend Power für Eigenstart, ordentlich Höhengewinn sowie Flauten- und Heimkehrhilfe. Ein klappbarer Propeller sorgt im Segelflugmodus für eine hohe aerodynamische Leistungsausbeute. Darüber hinaus ist der 1Comet für einfaches und unkompliziertes Handling konzipiert. Auch große Piloten bis 110 Kilogramm Gewicht kommen mit dem UL problemlos in die Luft.

Dereguliert und eigenverantwortlich fliegen

Einen unschlagbaren Vorteil bietet darüber hinaus die Klasse, in der der 1Comet an den Start gehen soll: Als 120-Kilo-UL ist der Einsitzer besonders für Piloten interessant, die dereguliert und eigenverantwortlich fliegen und nur auf minimale Infrastruktur angewiesen sein wollen. Ein Medical und eine Jahresnachprüfung sind in dieser Klasse nicht notwendig.

Minimale Stall Speed für sichere Außenlandungen

Mit einer Gleitzahl von rund 40 und 15 Meter Flügelspannweite spielt der 1Comet zudem auch als Segler ganz oben mit. Ein Sicherheitsaspekt, der nicht zu unterschätzen ist: Mit 45 km/h Stall Speed sind Außenlandungen mit vergleichsweise geringem Platzbedarf und weniger Risiko möglich. Und auch im oberen Geschwindigkeitsbereich kann sich der UL-Motorsegler sehen lassen: Die Vne liegt bei 180 Stundenkilometern. Ursprünglich war das UL als fußstartfähiges Fluggerät konzipiert, die modifizierte Version mit Rumpffahrwerk ist bereits in der Flugerprobung.