Dr. Michael Erb ist seit 25 Jahren an der AOPA-Spitze

Dienstjubiläum in Egelsbach
Dr. Michael Erb: Seit 25 Jahren AOPA-Chef

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.04.2026
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Dr. Michael Erb: Seit 25 Jahren AOPA-Chef
Foto: AOPA Germany

Die Bandbreite der Allgemeinen Luftfahrt ist groß und entsprechend viele Interessen treffen aufeinander. Flugzeughalter, Flugschulen, Luftsportvereine, Werftbetriebe und viele mehr: Sie alle möchten ihre Anliegen von den Verbänden gegenüber Politik und Gesellschaft vertreten sehen. An dieser Stelle kommt auf internationaler Ebene die IAOPA mit ihren nationalen Ablegern ins Spiel. Weltweit vertritt der Dachverband rund 400.000 Piloten und Flugzeugeigner und ist damit die größte Pilotenorganisation auf dem Globus, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die AOPA Germany mit Sitz in Egelsbach wird seit dem 1. April 2001 von ein- und demselben Experten als Geschäftsführer geleitet: Dr. Michael Erb. Kein anderer Luftfahrtverband in Deutschland kann auf eine längere Kontinuität in der Geschäftsführung zurückblicken. Im Jahr 2016 wurde Erb zudem zum Vorsitzenden der europäischen IAOPA-Dachorganisation gewählt. Der 58-Jährige, der über "Die Allgemeine Luftfahrt im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie" in Wirtschaftspolitik promovierte, ist nicht nur ein Stratege auf der oft politisch geprägten Verbandsbühne, sondern seit 1993 auch selbst Privatpilot, seit 2001 auch mit IFR-Berechtigung. Erb sieht sich in seiner Tätigkeit vor allem auch als Teamspieler, der sich eng mit seinem vorgesetzten Vorstand, seinen Mitarbeitern in der Geschäftsstelle und den internationalen IAOPA-Kollegen abstimmt.

Permanenter Einsatz für fliegerische Freiheit

Die großen Auseinandersetzungen der AOPA in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten waren geprägt von einem kontinuierlichen Einsatz für den Erhalt fliegerischer Freiheiten, für mehr Flugsicherheit sowie vom Widerstand gegen eine oftmals wenig sachkundige und fehlgeleitete Bürokratie. Trotz dieses Engagements blieben Rückschläge nicht aus – etwa der Verlust der Flugplätze Fürstenfeldbruck und Berlin-Tempelhof. Demgegenüber stehen jedoch bedeutende Erfolge: So führte die Einführung der EASA General Aviation Roadmap zu spürbaren Vereinfachungen im Regelwerk der Allgemeinen Luftfahrt, unter anderem bei der IFR-Ausbildung, mit der Einführung der Einstiegslizenz LAPL sowie bei der Wartung von Luftfahrzeugen. Als wesentlicher Durchbruch gilt zudem die Etablierung des "Fliegens ohne Flugleiter" in Deutschland.

Geschäftsführer mit Leib und Seele

Zu seiner Motivation, ein Vierteljahrhundert an der Spitze eines Verbandes Verantwortung zu tragen, sagt Erb: "Ich habe unseren Verband immer als Dienstleister für unsere Mitglieder gesehen, der sich primär um die wichtige politische Zusammenarbeit mit den Behörden, aber dann auch schon auch um die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder kümmert. Wir bieten die AOPA-Website, die AOPA-App und den AOPA-Letter zur Information an, eine telefonisch an fünf Wochentagen erreichbare Geschäftsstelle, und nicht zuletzt viele Weiterbildungen und praktische Trainings. Ich hänge auch durchaus emotional an dieser Branche, ansonsten könnte ich den Job nicht seit 25 Jahren machen. Für mich ist ein Highlight des Jahres auch immer unser Fly-Out über Pfingsten mit einer Vielzahl von Teilnehmern zu interessanten Zielen, dabei wird man immer wieder daran erinnert, für wen und für was wir uns einsetzen. Was mich durchaus ein bisschen stolz macht ist der Umstand, dass wir in Deutschland mit über 5000 Mitgliedern und vielen angeschlossenen Unternehmen und Vereinen gleich nach den USA und Kanada inzwischen die mitgliederstärkste AOPA außerhalb Nordamerikas sind."

Internationales Treffen im Herbst

In diesem Jahr gibt es noch ein Highlight zu verzeichnen: Auf Einladung der AOPA Germany versammeln sich die weltweiten AOPA-Verbände vom 29. September bis zum 2. Oktober 2026 zur zweijährlichen "World Assembly" im Rhein-Main-Gebiet.