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Pilatus PC-24 Jet-Kategorie

Innenansichten der Pilatus PC-24

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Die Pilatus PC-24, der lange erwartete Jet des Schweizer Herstellers, ist kein kleines Flugzeug. Aber welcher Kategorie gehört er an?

Pilatus hat für viel Aufsehen gesorgt mit der Vorstellung der PC-24. Zu Recht hat der schön geformte Zweistrahler bei seiner Premiere auf der Ebace in Genf die Blicke auf sich gezogen. Aber gehört die PC-24 in die Kategorie der Leichtjets oder muss sie als "Midsize"-Jet angesehen werden?

Die PC-24 hat eine maximal zulässige Abflugmasse von 8005 kg, etwas weniger als die Phenom 300(8150 kg), damit gehört sie eindeutig der Leichtjetkategorie an. Andererseits kann die Pilatus mit 14,19 m3 Kabinenvolumen aufwarten, deutlich mehr als die Phenom ( 9,2 m3), das wiederum spricht für eine Einordnung in die Midsize-Kategorie. 

Tatsächlich ist die Kabine der PC-24 größer als diejenige der Citation XLS+, einer der erfolgreichsten Midsize-Jets auf dem Markt. Das gilt in nahezu jeder Beziehung: Die Pilatus-Kabine ist breiter (1,69 m zu 1,68 m), länger (7,01 m zu 5,64 m) und voluminöser (14,19 m3 zu 13,05 m3). Nur in der Kabinenhöhe muss sich die Pilatus mit 1,55 m zu 1,73 m geschlagen geben. Das Schweizer Produkt allerdings hat im Gegensatz zu der Cessna einen durchgehend flachen Fußboden, sodass die Passagiere in der XLS+, wenn sie ihre Plätze eingenommen haben, nicht mehr Kopffreiheit haben.

Pilatus hält sich sehr viel zugute auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der PC-24. Tatsächlich gibt es nicht weniger als sieben Konfigurationen, darunter drei Executive-Ausführungen mit sechs oder acht Sitzen. Bei diesen Ausführungen lässt sich die Bordtoilette im vorderen oder hinteren Teil des Flugzeugs unterbringen. Eine Bordküche ist optional. Darüber hinaus gibt es eine Commuter-Ausführung mit zehn Sitzen und eine Frachtversion sowie eine kombinierte Passagier-/Frachtausführung mit vier Passagiersitzen.

Welche Konfiguration auch immer gewählt wird: Der Betreiber hat immer die Möglichkeit, die große Frachttür (1,25 m x 1,30 m) zu nutzen und einzelne Sitze schnell auszubauen sowie den Frachtraumteiler zu verschieben. Wird der Raumteiler in seine vorderste Position versetzt, ist der Frachtraum 2,5 m3 groß. Sonst sind es 1,4 m3. Der Gepäck-/Frachtraum befindet sich innerhalb der Druckkabine und ist im Flug zugänglich.

Um die Vielseitigkeit zu erweitern, strebt Pilatus zudem sehr kurze Start- und Landestrecken an. Bei MTOW soll die PC-24 auf befestigten Pisten mit 820 m Startstrecke auskommen, bei der Landung sind es 770 m.  Die PC-24 wird, wie die PC-12, für Single-Pilot-Betrieb zugelassen sein. Bei der Cockpitelektronik handelt es sich um die Primus-Apex-Avionik von Honeywell mit vier 12-Zoll-Bildschirmen. Außerdem gibt es Synthetic Vision, TCAS II und grafische Flugplanung.

Beim Antrieb setzt Pilatus auf das FJ44-4A, mit dem auch die Citation CJ4 fliegt. Die Pilatus wird über zwei mal 3400 lbs (15,1 kN) Startleistung verfügen. Die Williams-Triebwerke ermöglichen es der PC-24, in weniger als 30 Minuten auf FL 450 zu steigen und eine maximale Reisegeschwindigkeit von 435 KTAS in FL 300 zu erzielen.

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