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Neuer Embraer-Businessjet

Praetor 500 erhält Zulassung von FAA und EASA

Foto: Embraer

Embraers neuer Mittelklasse-Bizjet, die Praetor 500, hat von den Zivilluftfahrtbehörden FAA und EASA die Musterzulassung erhalten. Damit steht der Praetor 500 der Weg frei für die wichtigen Märkte in Europa und den USA.

Vom ersten öffentlichen Auftritt des Musters bis zu seiner Zertifizierung verging nur knapp ein Jahr: Die Embraer Praetor 500 hat einen wahren Zulassungssprint hingelegt. Bereits im August hatte die brasilianische Luftfahrtbehörde ANAC dem neuesten Embraer-Businessjet grünes Licht gegeben, nun folgten parallel die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) sowie die US-Behörde FAA. Die größere Schwester des Midsize-Bizjets, die Praetor 600, war sogar noch schneller: Sie erhielt ihre ANAC-Zulassung im April. Embraer hatte beide Flugzeuge Mitte Oktober 2018 auf der Messe NBAA-BACE in Orlando (Florida) als Doppelporgramm angekündigt. Nun sind beide Muster marktreif – für Embraer ein Grund, zu feiern: „Die Dreifach-Zulassung durch die ANAC, die FAA und die EASA bestätigt, dass die Praetor 500 der technologisch fortschrittlichste Midsize Jet ist, der jemals hergestellt wurde“, so der überschwängliche Kommentar von Michael Amalfitano, Geschäftsführer der Executive Jet-Sparte von Embraer.

„Schnellster Mittelklassejet mit der größten Reichweite“

Wie die Brasilianer in ihrem Statement zur Musterzulassung stolz verkünden, übertraf die Praetor 500 in den Tests gar die vorab gesetzten Zertifizierungsziele. So steht für den Geschäftsreisejet nun eine Reichweite von 6186 Kilometern zu Buche, ebenso eine Höchstgeschwindigkeit von über 860 km/h sowie eine Zuladung von 726 Kilogramm. Damit avanciere die Praetor 500 zum schnellsten Mittelklasse-Bizjet mit der größten Reichweite, so Embraer. Das Flugzeug sei in der Lage, nonstop von Miami nach Seattle oder von Los Angeles nach New York sowie von New York nach London zu fliegen. Auch Direktflüge zwischen São Paulo und Paris, Jakarta und Tokio oder London und Dubai seien kein Problem für die Praetor 500, rechnet Embraer vor. Die Startstrecke gibt der Hersteller mit maximal 1287 Meter an – bei einem Flug über 1000 Nautische Meilen (1852 km) soll die benötigte Startstrecke gar nur 867 Meter betragen. Zum Landen reichen der Praetor 500 636 Meter aus.

Foto: Patrick Holland-Moritz
Die größere Praetor 600 erhielt ihre Musterzulassung schon im April.

Luxuriöse Kabine mit reichlich Platz

Im Inneren der Praetor 500 finden bis zu neun Passagiere Platz. Vier der Sitze können bei Bedarf in insgesamt zwei Betten umgewandelt werden. Ein umfangreiches Entertainment-System, Internet mit bis zu 16 MBit pro Sekunde, Informationen zum Flugverlauf in Echtzeit sowie die Möglichkeit, persönliche elektronische Geräte zu nutzen, runden das Angebot für Fluggäste ab. Praktisch muten auch der Kleiderschrank und die großen Gepäckfächer an – laut Embraer die größten in der Bizjet-Mittelklasse. Die Kabine selbst preisen die Brasilianer als „flüsterleise“ und mit zwei Metern Durchgangshöhe als besonders komfortabel. Der Luftdruck entspreche jenem auf 1770 Meter (5800 Fuß).

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