in Kooperation mit

Gulfstream G650

Das Millionen-Dollar-Flugzeug

12 Bilder

Eine der ersten Gulfstream G650 wurde von ihrem Besitzer jetzt weiterverkauft – für 72 Millionen Dollar. Ein gutes Geschäft für den Verkäufer, denn er hat nur 65,5 Millionen bezahlt. Der Verkäufer hat auch sonst ein Händchen für lukrative Geschäfte, es ist der Formel-1-Pate Bernie Ecclestone.

Nun gehört der Chefvermarkter der Formel 1 zweifellos nicht zu Menschen, die mit ihrem Geld nicht bis zum Monatsende hinkommen, schließlich wird sein Vermögen auf drei Milliarden Euro geschätzt, aber dieser Deal dürfte ihn gefreut haben: Der Brite hat die Gulfstream G650 mit der Seriennummer 6023, die er erst im Juli übernommen hat, mit Gewinn weiterverkauft. Bezahlt hat er etwa 65,5 Millionen Dollar, bekommen hat er 72 Millionen. Neuer Besitzer ist Vichai Srivaddhanaprabha, ein Geschäftsmann aus Thailand und Besitzer des Leicester City Football Club. Der Preis entspricht in etwa dem, der für eine G650 im Jahr 2017 einschließlich Inflationsrate zu zahlen wäre. So lange ist gegenwärtig die Lieferzeit.
Ecclestone hat die Gulfstream in Großbritannien zugelassen, sie trug das Kennzeichen G-OMRE. Zuvor hatte er eine Falcon 7X. Stationiert war die G650 in Biggin Hill. Es war die erste in Großbritannien beheimatete G650.

Ecclestones Motiv für den Verkauf war aber nicht die Aussicht auf einen kleinen Gewinn, sondern laut „Bizjet Blogger“ seine Unzufriedenheit mit einigen Leistungswerten. Denn die G650 braucht mit voller Beladung längere Pisten, als die Plätze an den Wohnorten der Familie Ecclestone bieten können. Die G650 beansprucht 5858 ft (1786 m) bei MTOW auf Meeresniveau. Den Ausschlag für die Entscheidung gab wohl Saanen in der Schweiz. Der Platz liegt hoch und hat eine 1400 m lange Bahn.

Der Verkauf wirft ein Schlaglicht auf die illustre Kundschaft des Gulfstream-Spitzenmodells. So finden sich auf der Liste der G650-Eigentümer unter anderem der irische Milliardär Denis O`Brien und der „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson. Gulfstream-Kenner wollen wissen, dass auch die Moderatorin Oprah Winfrey, der Modeschöpfer Ralph Lauren, der Investor Warren Buffett und der russische Oligarch Roman Abramovitsch auf der Kundenliste stehen.  Sie werden allerdings noch etwas warten müssen, schließlich hat die G650 lange Lieferzeiten.

Gulfstream verfolgt eine strenge Politik gegenüber den Versuchen, eine G650 noch vor der Auslieferung mit Gewinn weiterzuverkaufen. Der Hersteller möchte derartige Spekulationsgeschäfte unterbinden und droht mit dem Verfall von Gewährleistungsansprüchen. Für den Ecclestone-Fall scheint dies nicht zuzutreffen.

Top Aktuell Erfolgreiches Projekt bei DC Aviation Umfangreiche Wartung für Challenger 850
Beliebte Artikel Umfassende Modernisierung geplant FAI übernimmt siebte Global Express Neuer Jet ohne feste Basis SaxonAir erweitert Flotte um Phenom 300
Aerokurier Stellenangebote Jobangebot Chiffre - Projektingenieur und Pilot gesucht (m/w/d) Jobangebot EMT sucht Leichtflugzeugbauer (m/w) Jobangebot Svege-Flugzeugführer Stellenausschreibung Luftfahrzeugführer/in gesucht
Anzeige