in Kooperation mit
Achim Förster, AERO Friedrichshafen

e-flight Rallye

Elektrisch zur AERO

Der Elektroflug ist auf der AERO seit vielen jahren präsent. Mit der Lindbergh e-flight Rallye will die weltweit wichtigste Messe für die Allgemeine Luftfahrt die Konstrukteure dazu animieren, zu zeigen, was in ihren elektrischen Antrieben steckt.

Rekorde in der Luftfahrt haben früher für weltweite Schlagzeilen gesorgt, heißt es in einer Pressmitteilung der AERO zur Rallye. Der erste Menschenflug, der erste Motorflug oder die erste Mondlandung seien heute noch im Gedächtnis. Auch Charles Lindbergh, der 1927 als erster Mensch den Alleinflug über den Atlantik gewagt habe, sei jedem geläufig, den das Thema Luftfahrt begeistert.

Mit dem Elektroflug habe sich die Luftfahrt wieder eine richtige Herausforderung gegeben. Wenn dem E-Auto der Saft ausgeht, sei das ärgerlich, wenn es aber beim Elektroflugzeug passiere, dann werde es gefährlich. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass der Elektroflug allerdings gefühlt vor dem Durchbruch stehe und viele Flugzeughersteller das Thema aufgenommen haben und marktreife Antriebe auf der Zielgerade hätten, will die AERO hier mit einer Veranstaltung einen Anreiz bieten.

Nachdem die e-flight expo seit einigen Jahren im Rahmen der AERO die statische Schaubühne für Elektroflug-Prototypen bietet, soll zur AERO 2020 mit der Lindbergh e-flight Rallye ein Wettbewerb stattfinden, in dem Elektroflugzeuge ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen können. „Der Name Lindbergh steht in diesem Fall nicht nur symbolisch für den Pioniergedanken der Rallye, sondern auch für die Zusammenarbeit der AERO Friedrichshafen mit der Lindbergh Foundation, die sich zum Ziel gesetzt hat, das nachhaltige Fliegen mit Batteriestrom serienfähig zu machen“, stellt AERO-Bereichsleiter Roland Bosch fest.

Zwei Tage vor dem Messebeginn der AERO 2020 am 1. April startet die Lindbergh e-flight Rallye, die an die erfolgreichen UL-Rallyes Mitte der achtziger Jahre anknüpft, die den Ultraleichtflugzeugen seinerzeit zum Durchbruch verholfen haben. Wie damals die ersten Ultraleichtflugzeuge, sollen heute die ersten Elektroflugzeuge beweisen, wie gut sie funktionieren.

Achim Förster
Plug-in: Das Ladekabel sieht man auf der AERO immer häufiger.

Die Flugroute führt nach dem Start in Friedrichshafen entlang des Bodensees vorbei an Burgen, Schlössern und Kirchen bis zur ersten Zwischenlandung am Regio Airport Mengen, der kürzlich den Zuschlag des Landes Baden-Württemberg für die Errichtung einer Testplattform Elektroflug/Autonomes Fliegen erhalten hat. Entsprechende Wendepunkte auf der Strecke müssen fotografisch dokumentiert und nach der Landung als Files vom Punktrichter gesichtet werden. In Mengen können die Flugzeugbatterien bei Bedarf geladen oder getauscht werden. Nach dem „Tanken“ geht es zum Segelflugplatz Bad Waldsee-Reute, wo der erste Wettbewerbstag endet. Tags darauf wird eine kürzere Strecke ohne Zwischenlandung beflogen. Ziel ist der Flughafen Friedrichshafen. Die Ankunft ist so terminiert, dass die ersten Flugzeuge gegen 11 Uhr und damit pünktlich zur Pressekonferenz der AERO eintreffen. Nach der Landung wird der tatsächliche Energieverbrauch der Flugzeuge durch Nachladen oder Nachtanken direkt gemessen und der Auswertung zugefügt.

Messe Friedrichshafen
Auch im Bereich Segelflug sind elektrische Antriebssysteme auf dem Vormarsch.

Die Prämierung erfolgt in den Klassen Trikes, Dreiachser und Hybridflugzeuge. Ein Fernsehteam spielt täglich an den Messetagen die filmischen Eindrücke der ersten Lindbergh e-flight Rallye auf einer Großleinwand ein. Die Hersteller und Entwickler der Elektroflugzeuge stellen sich Besucheranfragen und unterstreichen damit die Bedeutung dieser ersten weltweiten Rallye für Elektroflugzeuge, deren Umfang Jahr für Jahr gesteigert werden soll. Alle teilnehmenden Maschinen sind während der Messe auf einer Sonderfläche in Halle A7 ausgestellt, so dass die Besucher sich aus nächster Nähe einen Eindruck von den Flugzeugen verschaffen können.

Teilnahmeberechtigt sind Serienflugzeuge und Prototypen aller Firmen, die bei der AERO 2020 ausstellen. Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2020. Das Anmeldeformular kann HIER heruntergeladen werden.

Die AERO 2020 findet von Mittwoch, 1. April bis Samstag, 4. April 2020 in Friedrichshafen am Bodensee statt und ist von Mittwoch bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Auch der aerokurier ist wie üblich mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten. Leser, die mit der Redaktion ins Gespräch kommen wollen, Anregungen oder Kritik loswerden möchten oder Fragen zum Abo haben, finden uns in Halle A3 am Stand 101.

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