Patrick Holland-Moritz

Aero 2022: Ein Besuch, der sich lohnt

AERO 2022 Ein Besuch, der sich lohnt

Die Ankündigung der Segelflughersteller, die AERO 2022 auszulassen, hat für einigen Wirbel gesorgt. Warum es sich trotz der schwierigen Weltlage mit Corona-Pandemie und Ukrainekrieg lohnt, nach Friedrichshafen zu kommen und die Luftfahrtmesse jetzt wichtiger denn je ist, erklären Roland Bosch und Tobias Bretzel vom Projektteam im Kurzinterview.

Welche Auswirkungen hat der Ukraine-Konflikt aktuell auf die Messevorbereitungen?

Der Krieg in der Ukraine ist auch für uns ein einschneidendes Ereignis, das wir mit Sorge und Betroffenheit verfolgen, das aber gleichzeitig unsere proaktive Solidarität mit den Menschen in der Ukraine hervorruft. Wir müssen in der aktuellen Situation auf viele Szenarien eingestellt sein – dazu zählt auch, dass wir uns für eine mögliche Unterbringung für Kriegsflüchtlinge wappnen. Wir sind der Meinung, dass es gerade auch in solch schwierigen Zeiten wichtig ist zusammenzustehen und Menschen aus unterschiedlichen Ländern im Rahmen der AERO zusammenzubringen. Wir setzen damit ganz bewusst ein Zeichen gegenüber dem Verursacher dieses tragischen Krieges, dass wir uns als freie Gesellschaften nicht einschüchtern lassen. Wir werden unserem Auftrag nachkommen, in dieser schwierigen Zeit wieder eine notwendige Plattform für den fachlichen und persönlichen Austausch zu bieten, um Geschäftsbeziehungen nach der Pandemie wieder zu reaktivieren. Die AERO ist eine Branchenfachmesse mit weltweiter Bedeutung, nach der sich Besucher und Aussteller sehnen.

Welche Benefits bietet die AERO 2022?

Die anstehende AERO zählt zu den wichtigsten aller Zeiten. Nach der pandemiebedingten Pause sehnt sich die gesamte Branche nach dem persönlichen Austausch auf globaler Ebene. Im Fokus steht dieses Jahr der direkte Dialog mit Kunden sowie der Knowhow-Transfer über das vielfältige Konferenzprogramm. Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass die Segelflugzeug-Hersteller in diesem Jahr nicht dabei sein wollen. Derzeit haben bereits über 500 Aussteller ihre Teilnahme zur AERO zugesagt.

Welche großen Themen seht Ihr in diesem Jahr?

Das zentrale Thema ist sicherlich die nachhaltige Luftfahrt. Hier spielt unsere bewährte E-Flight Expo in Halle A7 eine zentrale Rolle mit vielen Ausstellern aus dem Bereich Elektroflug. Aber das Thema Nachhaltigkeit geht darüber hinaus und wird zur kommenden AERO erstmals mit dem AERO Sustainable Aviation Trail sichtbar. Dieser Pfad macht vor der Messe (in der Messe App und auf der Website) und vor Ort Aussteller mit Produkten und Services sowie passende Konferenzthemen auf dem gesamten Gelände sichtbar und unterstreicht damit die Innovationskraft unserer Branche. Aktuell erfolgt unter unseren Ausstellern dazu die entsprechende Abfrage.

Welche Specials und Sonderbereiche gibt es?

Obwohl wir in diesem Jahr weniger Aussteller erwarten, ist die Themenvielfalt und Qualität ungebrochen hoch. Bei unseren Sonderbereichen haben wir erstmals die MRO-Area im Foyer West gemeinsam mit dem aerokurier. Weitere Anziehungspunkte sind unsere zweitägige Fachveranstaltung Drohnen im BOS-Einsatz (27. und 28. April), die Flight Simulator Area sowie die Bereiche Business Aviation, Helikopter, Engine Area und Avionics. Zudem haben wir spezielle Konferenzen zu den folgenden Themen: Fachkräftemangel in der General Aviation, diverse E-Flight Panels, Women in Aviation, Zukunftsperspektiven für regionale Flughäfen, die Business Aviation Konferenz und last but not least ein viertägiges Konferenzprogram rund um das Thema Helikopter.

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