Bei der FAI-Kommission für Ultraleicht und Motorschirm (CIMA) ist eine Ära zu Ende gegangen. Der Bremer Wolfgang Lintl hat nach elf Jahren an der Spitze der Kommission einen Nachfolger gefunden. Sein bisheriger Vizepräsident Krisztian Dolhai, Rekordpilot, Goldmedaillengewinner und Flugzeugkonstrukteur, ist Ende Februar einstimmig zum neuen Kommissionspräsidenten gewählt worden. Lintl wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Auch drei weitere Positionen wurden auf der Versammlung neu besetzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Der neue Vorstand der UL- und Motorschirmkommission der FAI besteht jetzt aus Schatzmeister Tom Gunnarsson (USA), der zweiten Vizepräsidentin Jana Bobkova (CZE), Präsident Krisztian Dolhai (HUN), dem ersten Vizepräsidenten Hennie Brink (RSA) und Sekretär Kamil Mankowski (QAT) (von links nach rechts auf dem Foto).

Anerkennung für Wolfgang Lintl (links), überreicht durch FAI Generalsekretär Markus Haggeney. Der Bremer ist jetzt Ehrenpräsident der CIMA.
Die CIMA kümmert sich auf internationaler Ebene um das Regelwerk für Wettbewerbe und Rekorde und genehmigt Welt- und kontinentale Meisterschaften. In diesem Jahr wurden die Regeln für eine neue Wettbewerbsdisziplin für UL beschlossen. Künftig kann es anerkannte Meisterschaften für STOL (Short Take Of and Landing) geben – ein Format, dass schon seit einigen Jahren in Frankreich praktiziert wird. Damit möchte die CIMA neue Teilnehmer gewinnen und das mediale Interesse steigern. Zu den Neuerungen gehört auch die Air Sport Challenge, ein kurzes Navigationsflug-Format, das als Air Navigation Race auch bei den Echo-Klasse-Flugzeugen national und international praktiziert wird.
Auch am Regelwerk der Motorschirm-Slalom-Meisterschaften wurde gearbeitet. Auf Wunsch von Herstellern und Piloten gibt es jetzt eine Unterteilung in eine Serial Class und eine Open Class. In der Serial Class darf nur mit zugelassenen und vergleichbaren Schirmen und Antrieben diverser Hersteller geflogen werden. Ein weiteres neues Format für Motorschirme beinhaltet kurzen Präzisionsaufgaben, die von dem klassischen Aufgabenkatalog inspiriert sind.
Die 25 anwesenden Delegierten (Deutschland war durch Michael Kania von der BKO-UL des DAeC vertreten) haben auch ein Signal an die Rotorkraft-Kommission der FAI gesendet: In einer einstimmig verabschiedeten Resolution wurde der Versuch zurückgewiesen, die Hoheit über die Meisterschaften für UL-Tragschrauber zur Hubschrauber-Kommission (CIG) zurückzuholen. Zu Begründung hieß es, dass sich die Kommission in der Vergangenheit nicht ausreichend um die Interessen dieser Gruppe gekümmert habe, weshalb die Zuständigkeit vor 14 Jahren an die UL-Kommission übertragen worden.





