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Gerichtsmediziner stellen CO-Vergiftung fest

Dallach war vor dem Crash bewusstlos

Der Flugzeugkonstrukteur und Kunstflugpilot Wolfang Dallach war zum Zeitpunkt seines tödlichen Absturzes am 18. Januar 2015 nicht bei Bewusstsein. Ein gerichtsmedizinisches Gutachten geht von einer Kohlenmonoxidvergiftung aus.

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat jetzt Details zur Absturzursache bekannt gegeben. Die Gerichtsmedizin geht demnach von einer CO-Vergiftung aus. „Zum Zeitpunkt des Absturzes war der Pilot tief bewusstlos“, sagt Michael Bischofsberger, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Ulm, im Gespräch mit dem aerokurier. Wolfgang Dallachs ebenfalls tödlich verunglückte Lebensgefährtin wurde nicht untersucht.

Die Untersuchungen nach der Absturzursache und somit nach möglichen Verantwortlichen laufen zurzeit. Neben der BFU ist auch das Landeskriminalamt involviert. „Es muss nun festgestellt werden, wie das Kohlenmonoxid in die Kabine gelangen konnte“, sagt Bischofsberger.

Wolfgang Dallach mit seiner Diabolo. Foto und Copyright: Frank Herzog

Wolfgang Dallach kam am 18. Januar beim Absturz einer Piper PA-24 Comanche in Rechberghausen im Landkreis Göppingen ums Leben. Mit an Bord war seine Lebensgefährtin. Das Flugzeug war gegen 15.30 Uhr auf dem Flugplatz Heubach gestartet und hatte nach Zeugenaussagen in dem Ort Rechberghausen gegen 16 Uhr Ortszeit zunächst eine Straßenlaterne touchiert und war anschließend mit zwei Wohnhäusern kollidert.

Dallach hatte sich als Konstrukteur unter anderem mit UL-Flugzeugen wie der Fascination einen Namen gemacht. Auf dem selbst konstruierten Kunstflugzeug Diabolo wurde er 1981 Vize-Europameister im Kunstflug. Er starb im Alter von 63 Jahren.

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