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Continental Africa Mission Teil 5

Von Nairobi nach Malawi

Zwei Legs an einem heißen Tag in Afrika. Die African Queen nähert sich ihrem Ziel. Wolfgang Biereth und Andreas Albrecht sind mit der Diesel-Piper auf dem Weg nach Südafrika inzwischen in Lilongwe, der Hauptstadt von Malawi, eingetroffen. Am Morgen waren sie in Kenias Hauptstadt Nairobi gestartet, hatten die Serengeti und den Kilimandscharo passiert und waren auf einem kurzen Zwischenstopp in Dodoma, der Hauptstadt von Tansania.

hier geht's zur vorherigen Etappe.

Als wir am Abend Telefonkontakt mit Wolfgang Biereth und Andreas Albrecht bekommen, sind die beiden gerade im Hotel angekommen. "Der Tag war doch sehr anstrengend, es war affenheiß unterwegs und teilweise ziemlich turbulent in der Luft", berichtet Albrecht dem aerokurier. "Wir haben heute, obwohl wir zwei Legs geschafft haben, viel Zeit mit Administration verloren, bei den Permissions gab es immer wieder Probleme. Einige der Agenten, die hier tätig sind, sind leider nicht so fit", erzählt der Pilot mit vornehmer Zurückhaltung.

Ins Schwärmen hingegen gerät er, wenn es um die Landschaft geht, die Wolfgang und er gerade überflogen haben: die faszinierende Serengeti mit dem beeindruckenden Kilimandscharo.

"Wir haben in Nairobi, auf dem riesigen Platz Vorführflüge gemacht und waren Gäste des dortigen Aeroclubs. Der ist nicht mit unseren Aero-Clubs zu vergleichen. Dort ist alles viel kleiner, familiärer. Dort wird das Fliegen vereinfacht ohne große finanzielle Mittel. Wir sind übrigens gleich Mitglieder im Aeroclub von Nairobi geworden. Die Menschen sind so postiv gegenüber der Fliegerei eingestellt. Da kann sich so mancher Platz in Deutschland eine Scheibe abschneiden. Wir haben in schönen Club-Unterkünften übernachten dürfen und das Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf eine der Runways genossen. Am Wilson Airport, der übrigens extrem busy ist, haben wir viele gute Kontakte zu ansässigen Flugschulen geknüpft und dann ging es weiter Richtung Zwischenziel Dodoma.

Die Landschaft unterwegs sah teilweise aus wie die Schwäbische Alb, nur ohne Häuser. Über der Serengeiti wechselte die Vegetation häufig, und der Flug war sehr abwechslunsgreich, auch angesichts der großen Energie, die sich in der Luft befand. Wir sind ganz schön durchgerüttelt worden. Dabei sind wir meist auf FL 100 geflogen. Wir mussten etwas Sauerstoff sparen, weil wir die Anlage wohl erst in Südafrika wieder auffüllen können. Da es hier nahezu keine Radarabdeckung gibt, ist es wichtig, dass man die gute alte Methode mit Positionsmeldungen einigermaßen beherrscht, obgleich die Postionen von der Flugsicherung eigentlich nicht wirklich kontrolliert werden. Zu 99 Prozent kriegt man hier sowieso ein Direct to". 

Dodoma, die eigentliche Hauptstadt von Tansania, liegt rund 5700 Fuß hoch irgendwo im Nirgendwo. Es gibt kein Anflugblatt auf die 2200 m lange Runway, und ein Lotse hat die einmotorige, deutsch-registrierte Diesel-Piper von 80 Meilen vor dem Ziel bis zur Landung betreut. "Außer einer Beech King Air stand auf dem sonst schönen Platz gar nix. Dort sind wir Mittags bei großer Hitze vollgentankt wieder gestartet. Wir waren schwer und mussten uns wieder langsam auf Höhe bringen, um über die hohen Berge zu kommen. Mit Gegenwind und Turbulenzen ging es über den Malawisee nach Lilongwe. Dort war das größte Flugzeug die Cessna Caravan. Caravans starten von hier zu Safariflügen, die Operators kommen meist aus Südafrika".

Und ein Phänomen hat Andreas Albrecht beeindruckt. "Wir haben CBs gsehen, die hoch waren wie der Himalaya. Dort würde man mit einer Einmot nie durchkommen, der Versuch allein wäre Selbsmord. Wir sind froh, dass unsere Kurse bisher immer so verliefen, dass wir denen nicht zu nahe kamen. Die CBs stehen lokal und bewegen sich nicht. Wir haben zwar eine Endurance von acht Stunden mit unseren Standardtanks, aber wir planen nur immer fünf bis sechs Stunden Flugzeit, damit wir die CBs im Notfall umfliegen können. Übrigens: der Treibstoff ist bisher der niedrigste Kostenfaktor unserer Reise. Der Liter Jetfuel kostet hier zwischen 80 Cent und einem Euro. Relativ teuer hingegen sind die Agentenkosten. Da merkt man die Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit eines Diesel-Motors". "Die Diesel-Piper hat mit ihrem Turbo auch prima mitgespielt, wirft Wolgfgang Bierth ein, "Wir haben bisher auf der gesamten Reise keinerlei technische Probleme gehabt, lediglich einen Liter Öl mussten wir nachfüllen".

Das nächste geplante Etappenzeil der African Queen ist Lusaka in Sambia. 

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