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Eletroflug

E-Flight-Kompetenzzentrum Berlin-Brandenburg

Foto: APUS Group

Die deutsche Luftfahrtindustrie forscht am emissionsarmen Fliegen. Dabei will die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg eine Spitzenposition erreichen. Dazu fand jüngst ein Spitzentreffen von Politik und Luftfahrtbranche in Potsdam statt, der 14. „Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen“.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: „Die Hauptstadtregion hat sich in den vergangenen fast 30 Jahren zum drittwichtigsten Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland entwickelt. Sie zählt zu den absoluten Zukunftsbranchen. Dies haben wir u. a. dank der Ansiedlung von Weltmarktführern wie MTU und Rolls Royce erreicht. Gemeinsam mit vielen Zuliefererbetrieben, aber auch mit exzellenten Forschungseinrichtungen in der Region entsteht hier ein luftfahrtindustrieller Korridor zwischen Ludwigsfelde und Dahlewitz über Schönefeld und Wildau nach Cottbus. Dort arbeiten Rolls Royce und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg an Hybrid-Antrieben. Hier wird Zukunft für die Luftfahrt geschrieben. Und mit der ILA verfügen wir zudem über das deutsche Schaufenster dieser faszinierenden Branche“, so der Ministerpräsident.

130 Unternehmen und 30 wissenschaftliche Einrichtungen sind in der Hauptstadtregion für die Luft- und Raumfahrtbranche tätig. 7500 direkt beschäftigte, hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2018 einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. „Die Hauptstadtregion wird immer mehr zur Kompetenzregion für hybrid-elektrisches Fliegen“, sagte Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des BDLI. „Es geht vor allem darum, dass und wie wir Klimaschutz, internationalen Austausch und Wohlstand in Einklang bringen.“

Unser Foto zeigt das Forschungskonzept i6 der Apus Group aus Strausberg in Brandenburg. Sie forscht an einem hybrid-elektrischen Flugzeug mit gut 2000 Kilometern Reichweite, dessen Antrieb in der Bugspitze modular ausgetauscht werden kann. So lassen sich wahlweise eine Gasturbine, wie die RR M250-B17 mit 450 kW Wellenleistung, oder eine Brennstoffzelle oder ein Dieselgenerator im Bug installieren. Der Antrieb speist die bis zu sieben Elektromotoren. Die i6 wird im Rahmen des Forschungsprojekts IBEFA der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz entwickelt, das sich mit emissionarmen Luftfahrtantrieben beschäftigt.

Der Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek sagte: „Jede neue Flugzeuggeneration verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin. Das ist das Ergebnis ständiger Innovation. Daher ist die aktuelle Diskussion um mehr Klima- und Umweltschutz eine Chance. Bei Nachhaltigkeit voranzugehen bedeutet zugleich strategische Industriepolitik zu betreiben. Indem wir jetzt Kompetenzen aufbauen und neue Technologien für elektrisches und hybridelektrisches Fliegen zur Anwendungsreife bringen, machen wir den Standort fit für künftigen Markterfolg. Mit dem Strukturstärkungsgesetz schaffen wir außerdem die Voraussetzungen für erhebliche weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben. Ich freue mich, dass dazu hier in der Region, in Cottbus, ein neues DLR-Institut entstehen wird.“

Die Veranstaltung wurde vom BDLI-Regionalforum und der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V. organisiert. Mitveranstalter war auch in diesem Jahr wieder das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die nächste ILA findet vom 13. bis 17. Mai 2020 wie gewohnt in Selchow statt.

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