In einer Stellungnahme kommentiert der Schweizer Hersteller Pilatus, wie das Unternehmen auf die von den USA verhängten Zölle von knapp 40 Prozent auf Produkte aus der Schweiz reagiert. Weitere Fragen wollte das Pilatus-Management nicht beantworten.
Wörtlich heißt es: "Die USA sind für Pilatus ein Schlüsselmarkt: rund 40 Prozent der jährlich produzierten PC-12 und PC-24 werden in die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Der von den US-Behörden neu erhobene Zolltarif stellt für Pilatus einen erheblichen Wettbewerbsnachteil dar. Kurzfristig führt der Tarif zu einem vorübergehenden Auslieferungsstopp und damit zu einer temporären Unterbrechung des US-Geschäfts. Die bestehenden Beziehungen zur US-Kundschaft und die Servicedienstleistungen werden nahtlos und vollumfänglich weitergeführt."
Nach eigenen Angaben sieht sich Pilatus gut aufgestellt, um die Situation zu meistern. "Die solide finanzielle Basis verbunden mit einer adäquaten Liquidität, einer starken weltweiten Marktnachfrage und einer hohen Auslastung sowie ein Auftragsbestand von rund zwei Milliarden Schweizer Franken – ohne die USA mitgerechnet – bieten ein robustes Fundament. Ein weiterer strategisch bedeutender Bereich ist die Government Aviation: Das Geschäftsfeld mit den Trainingsflugzeugen PC-21 und PC-7 MKX bietet erhebliches Potenzial und trägt in der aktuellen Situation entscheidend zur Stabilität des Unternehmens bei."
Um weiterhin in den Vereinigten Staaten aktiv zu sein zu können, möchte Pilatus sein USA-Geschäft regionaler aufstellen. Dazu schreibt Jérôme Zbinden, Executive Assistant to the Chairman, abschließend: "Pilatus ist zudem in den USA mit Tochtergesellschaften vertreten, unter anderem in Colorado, wo bereits heute Endmontagearbeiten an den in der Schweiz gefertigten PC-12 und PC-24 durchgeführt werden. Pilatus befindet sich derzeit in einer Wachstumsphase, weshalb in den vergangenen Jahren der US-Markt bereits gezielt strategisch entwickelt wurde, um lokale Produktionskapazitäten dort aufzubauen. Dieser Prozess – mit dem bereits geplanten Assembly-Werk in Sarasota in Florida – wird nun beschleunigt, mit dem Ziel, mittelfristig eine erhöhte Fertigung der PC-12 und PC-24 für den US-Markt zu realisieren."