in Kooperation mit
Porto Aviation Group

Ehrenrettung für Risen 914

Ultraleichte Geschwindigkeitsrekorde Ehrenrettung für Risen 914

Im Dezember 2019 hatte Alberto Porto mit seiner Risen 914 einen neuen UL-Geschwindigkeitsrekord bei der FAI geltend gemacht. Nur fünf Monate später schickte sich der Schwede Niklas Anderberg mit seiner Blackwing 635 RG an, diesen streitig zu machen. Nun haben die Italiener zurückgeschlagen.

Alberto Porto und seine Copilotin Yasemin van Deursen nutzten am 16. April – gut ein Jahr nach dem Blackwing-Rekord – ein schmales Zeitfenster, um im italienischen Sondrio im Beisein eines Repräsentanten der FAI Italien erneut anzutreten; diesmal unter den von den Schweden beanspruchten Kriterien. Die hatten mit ihrem von einem Rotax 915iS angetriebenen 600-Kilo-UL im 15-Kilometer-Geradeausflug den neuen Geschwindigkeitsweltrekord mit 389,55 km/h erreicht – in FL100 ohne die früher übliche rechnerische Korrektur auf MSL und ISA. Damit wären von der in dieser Höhe erflogenen Geschwindigkeit nur 324 km/h übriggeblieben, hätte man nur um die Faustregel zur Differenzierung zwischen Indicated und True Airspeed bereinigt, monierte Alberto Portos PAG seinerzeit. Unter den bereinigten Bedingungen hatte er mit seiner Risen 914 einen Rekordflug mit 337 km/h zuvor erreicht.

Daher trat Porto nun einen neuen Versuch ebenfalls in FL100 an – und zwar mit dem gleichen nur auf 472,5 Kilogramm zugelassenen Flugzeug mit dem Rotax 914, mit dem sie schon Ende 2019 den Weltrekord erflogen hatten. Das gemessene Ergebnis: 400,45 km/h. Nach der Bereinigung auf die Werte der ISA-Standard-Atmosphäre könnte der Wert nach Angaben des Pressesprechers der Porto Aviation Group, Stéphan d' Haene, sogar noch geringfügig steigen. Der damit bei der FAI vorläufig beanspruchte neue Rekord harrt nun seiner Bestätigung durch die Organisation.