in Kooperation mit
Flywhale Aircraft

UL-Amphibium

Flywhale Aircraft rutscht in die Insolvenz

Die Flywhale Aircraft GmbH & Co. KG hat Insolvenz angemeldet. Nun ist der niedesächsische Hersteller des UL-Amphibiums Flywhale FW2 auf der Suche nach Investoren.

Zehn Flywhale haben bislang die Flugzeugmanufaktur im niedersächsischen Doetlingen bei Oldenburg verlassen. Jetzt stand der seit 2017 zugelassen Flywhale kurz vor dem Abschluss der ergänzenden Musterprüfung mit 650 Kilogramm MTOW. Die Nachweise für die Fluglasten und die besonders kritischen Wasserlasten sind bereits geführt. Für die Zulassung mit dem höheren Massenlimit stehen lediglich die fliegerischen Nachweise und die Lärmmessung aus. Weder in Sachen Flugerprobung noch bei der Geräuschemmission sind Überraschungen zu erwarten. So war der Flywhale schon 2017 das drittleiseste jemals vermessene UL.

"Wir haben ein ausgezeichnetes Produkt mit international großen Marktchancen", ist Flywhale-Geschäftsführer Helmut Lanfermann überzeugt. Leider habe die lange Entwicklungszeit seit Anfang des Jahrzehnts die finanziellen Resourcen aufgebraucht. Nun habe die Gesellschafterversammlung beschlossen, kein weiteres Geld mehr zur Verfügung zu stellen. Lanfermann betont, dass die 13 Mitarbeiter von Flywhale auf jeden Fall zu dem Unternehmen stehen. Ihre Gehälter sind zunächst für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert. Bis dahin hofft Lanfermann, neue Investoren für das Unternehmen gewonnen zu haben.

Claus Meyerhoff
Helmut Lanfermann, Geschäftsführer der Flywhale Aircraft GmbH & Co. KG, sucht nach neuen Investoren.
Zur Startseite