in Kooperation mit
Eisenschmidt

ICAO-Karten Awareness für IFR-Anflugrouten

Auch in diesem Jahr kommen pünktlich zum Saisonstart die neuen ICAO-Karten in den Handel. Neu ist dabei, dass an kontrollierten Plätzen ohne Luftraum C oder D die IFR-Endanflüge eingezeichnet sind, um Sichtflieger auf diese Gefahr hinzuweisen.

Es ist ein immer wiederkehrendes Ereignis zum Start der Saison: Ob Motorflugpilot oder Segelfieger, ob in Verein, Haltergemeinschaft oder solo und unabhängig unterwegs – jeder muss sich Gedanken um die Aktualisierung seines Kartenmaterials machen. Nicht selten gehen dann Listen für Sammelbestellungen durch die Runde, um den ein oder anderen Rabatt abzugreifen und nicht jeder für sich den ganzen Aufwand betreiben zu müssen. 2021 ist es am 25. März soweit, dann erscheint die neue ICAO-Karte der DFS im Maßstab 1:500.000, die als offizielle Karte für Sichtflug der Bundesrepublik Deutschland gilt.

Wie schon in den vergangenen Jahren, als Radio Mandatory Zones, Transponder Mandatory Zones und jüngst auch das Kunstflug-Symbol Einzug hielten, gibt es auch dieses Jahr eine Neuerung: An kontrollierten Flugplätzen, um die kein Luftraum der Klasse C oder D eingerichtet ist, sind nun die IFR-Endanflüge eingezeichnet. Hintergrund ist, dass die DFS die VFR-Piloten bezüglich der Problematik IFR-VFR-Mischverkehr in diesen Bereichen sensibilisieren will. Dazu werden an ausgewählten Flughäfen die IFR-Endanflüge inklusive der jeweiligen Flughöhe am Beginn des Endanfluges schematisch dargestellt. Weitere Informationen dazu werden im AIP AIC VFR 01/21 am 11. März veröffentlicht.

Gültige Luftraumstruktur auf der DFS-Karte

Die ICAO-Karte der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist bei Erscheinen die gültige Luftraumstruktur gemäß dem aufgedruckten Datum (Effective Date) dar. Bei der Erstellung werden ausschließlich amtliche und offizielle Luftfahrtinformationen verarbeitet. Die DFS gewährt für den Inhalt und haftet für selbst verursachte Fehler.

Die Veränderungen der Lufträume werden jährlich zwischen Verbänden, Behörden und Interessensvertretungen abgestimmt, im Anschluss von den Aufsichtsbehörden und dem Bundesverkehrsministerium genehmigt und von der DFS umgesetzt und mit Verfahren hinterlegt. Alle wesentlichen Änderungen, die dieses Jahr in Kraft treten, sind auf der Website von Eisenschmidt veröffentlicht. Des Weiteren gibt es jährlich eine Vielzahl kleinerer Änderungen, die Flugplätze, Frequenzen und Hindernisse betreffen.

Deutschland wird durch acht Kartenblätter abgedeckt: Rostock, Hamburg, Berlin, Hannover, Nürnberg, Frankfurt, München und Stuttgart. Verfügbar ist neben der Motorflugausgabe auch jeweils eine Version für den Segelflug sowie eine Variante mit Nachttiefflugstrecken. Alle sind in Papier oder foliert sowie als gefalzte oder gerollte Karte erhältlich. Als Übersichtskarte gibt es die Wandkarte, die komplett Deutschland aufgeteilt in einen Süd- und Nordteil abdeckt.

Die ICAO-Karte ist als digitales Produkt in verschiedenen Apps und Software-Programmen verfügbar. In der App pilotESsentials, deren Basisversion gratis ist, ist sie ein kostenpflichtiges Extrafeature. Vor dem Kauf kann sie sieben Tage kostenfrei getestet werden.