in Kooperation mit
Toni Ganzmann

Konner K3

Amphibien-Helikopter aus Italien

Mit dem K3 entwickelt der italienische Hersteller Konner einen Amphibien-Hubschrauber, der ohne Floats auskommen soll. Erste Tests zeigen, dass das Konzept Potenzial hat.

Das dritte Muster aus dem Hause Konner – konsequenter Weise als K3 bezeichnet – befindet sich derzeit in der Entwicklung. Seine Besonderheit ist die Schwimmfähigkeit ohne die sonst üblichen Floats an den Kufen. Wie bei den Schwestermodellen K1 und K2 ist der gesamte Zellenaufbau auch hier aus Carbon, wobei beim K3 zusätzlich Auftrieb erzeugendes Material im unteren Teil des Rumpfes integriert ist. Außerdem sorgt eine Art Schwimmgürtel auf Höhe der Wasserlinie für Stabilität auf dem Wasser.

Der K3 wird standardmäßig auf dem Wasser start- und landefähig sein und kann somit beispielsweise auch in Sumpfgebieten eingesetzt werden. Den dabei erhöhten Leistungsbedarf liefert die hauseigene und mittlerweile erprobte Turbine TK250 problemlos. Derzeit ist noch nicht abschließend geklärt, ob ein Dreiblattrotor, oder ein koaxiales Rotorsystem verbaut wird. Klar ist aber schon, dass es wahlweise ein Radfahrwerk oder die klassische Kufen geben wird. Zur Verringerung des aero- und hydrodynamischen Widerstands können Räder und Landewerkgestänge eingeklappt werden. Erste Schwimmversuche sind bereits erfolgreich absolviert. Obwohl der K3 Bedarfsträger im außereuropäischen Bereich anspricht, wird auch eine deutsche Zulassung angestrebt. Auf der nächsten AERO stellt Konner diesen Hubschrauber erstmals der Öffentlichkeit vor.

Konner
Das Rendering zeigt, wie der K3 am Ende aussehen soll.

Vor fünf Jahren präsentierte sich das Unternehmen Konner Srl aus Oberitalien erstmals auf der Luftfahrtmesse in Friedrichshafen. Eigentlich stellt es Wasser- und Windkraftturbinen zur Stromerzeugung her, nutzte aber sein Know-how zur Entwicklung einer modernen Gasturbine, die sogar mit Biodieselkraftstoff arbeitet. Die mit elektronischem Management ausgestattete und EASA-konforme TK250, mit nur 50 Kilogramm ein ausgesprochenes Leichtgewicht, leistet bis zu 250 PS und ist somit bestens für einen leichten Hubschrauber geeignet. So war der 2014 vorgestellte zweisitzige Turbinenhubschrauber K1 eine Sensation auf der Messe. Über 25 dieser Hubschrauber fliegen bereits weltweit. Kurz darauf schob Konner eine viersitzige Version nach, den K2. Dieser Hubschrauber wiegt leer nur 380 kg und kann dank der leistungsstarken Turbine noch einmal so viel zuladen. Wird diese Variante mit zwei Sitzplätzen geordert, so steht ein 1,2 Kubikmeter großer Laderaum zur Verfügung.

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