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Helikopter-WM 2015 in Polen

Russen-Triumph in allen Disziplinen

Bei der 15. Helikopter-WM im polnischen Przylep(Zielona Gora) räumten die russische Mannschaft alle Titel ab. Sowohl in den Einzeldisziplinen, als auch im Gesamtklassement, in der Damenwertung sowie im Nationencup standen russische Crews auf den Siegertreppchen. Für die deutschen Teams blieben nur Mittelfeldplätze und Rang vier in der Nationenwertung.

Die 15. Hubschrauber-WM ist Geschichte. Es war eine heiße WM, die angesichts hoher Temperaturen und technischer Pannen viel Improvisation verlangte. Es war aber auch eine verbindende WM mit sehr engagierten polnischen Ausrichtern und Besatzungen, die sich im Laufe der Wettkämpfe zu echten Teams entwickelten. Allen voran die Russen. Sie siegten auf der ganzen Linie. Einzelweltmeister 2015 wurden Maxim Sotnikow/Oleg Puajukas mit 1194,1 von 1200 möglichen Punkten vor Victor Korotaew/Vladimir Ziablikow (1183,6 Punkte) und Aleksei Maiorow/Sergei Kostin. 

Den Damentitel sicherten sich die Russinnen Liudmilla Kosenkowa/Elena Prokofyewa (1151Punkte). Auch hier belegten russische Frauen die weiteren Ränge. Auf Rang fünf kam das jüngste Teilnehmerteam Marysia Mus/Magdalena Woch aus Polen (mit 842,1 von 1200 Punkten). Bei den Junioren, das sind Piloten mit weniger als 250 Flugstuden als PIC, war der österreichische Skispringer Thomas Morgenstern mit seinem Copiloten Phillip Kohle erfolgreich. Im Gesamtklassement belegte die Crew einen hervorragenden 21. Platz unter den insgesamt 49 Teilnehmer-Mannschaften. In der Nationenwertung siegte Russland vor Weissrussland und der Ukraine.Team Germany verpasste den Bronzeplatz um 9,1 Punkte. Bei 3600 Gesamtpunkten ein denkbar knappes Ergebnis. Die Deutschen landeten alös bestes Westteam auf auf Rang Vier. 

Die beste deutsche Crew war Andreas Rübner/Holger Wolff (R44) mit einem hauchdünnen Vorsprung auf Rang 14 (1129,4 Punkte) vor Marcel Stegmüller/Michael Schauff (R22/1128,8 Punkte, Rang 17).

Während die Navigation, wie bei bisherigen Titelkämpfen, lauf FAI-Regelwerk einzeln und hintereinander geflogen wurde, fanden die drei Disziplinen am Platz in Przyleb (Fender Rigging, Präzisionsflug und Slalom) parallel statt. Das heißt: jeweils zwei Teams flogen im direkten Vergleich nebeneinander. Für die Zuschauer ist dies erheblich interessanter, weil der Laie die feinen Nuancen, die aber entscheidende Punkte ausmachen, normalerweise nicht nicht erkennt. Im Parallel-Flug hingegen sind die Unterschiede optisch deutlich. 

Beachtliche Leistungen gab es beim Fender Rigging, bei dem eine Boje hintereinander in drei Tonnen versenkt werden muss. Die verfügbare Zeit ist auf 75 Sekunden begrenzt; eine Zeitvorgabe, die eigentlich kaum zu erfüllen sein sollte. Dass das doch geht, beiwiesen gleich zehn Crews. Sie schafften allesamt 300 von 300 möglichen Punkten. Unter diesen Besatzungen waren auch eine Crew aus dem Gastgeberland sowie die österreichisch-deutsche Besatzung Stefan Seer und Christan Korb, die im Gesamtklassement mit 1148,9 Punkten weit oben landeten. Bereits bei der ODM im Vorjahr in Eisenach waren die beiden hinter den starken Russen auf Rang drei geflogen. 

Spektakulär waren die Vorführungen der Freestyle-Teilnehmer. Her sicherte sich Siegfried (Blacky) Schwarz aus Österreich auf BO 105 den Titel vor Einzelweltmeister Maxim Sotnikow und Elena Zhuperina (beide R44). 

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