in Kooperation mit
BRP Rotax

Ende der Zweitaktmotoren bei Rotax

BRP Rotax Aus für den Zweitakter

Bis Ende 2021 soll die Produktion des Rotax 582 UL eingestellt werden. Begründet wird die Entscheidung hauptsächlich mit der sinkenden Nachfrage auf dem UL-Markt.

Bei dem österreichischen Motorenbauer BRP Rotax sollen noch in diesem Jahr die letzten Zweitaktmotoren des Typs Rotax 582 UL vom Band laufen. Dies hat die Pressestelle des Unternehmens bekanntgegeben. Die Entscheidung sei in Anbetracht der fast vollständigen Umstellung des Marktes für Leicht- und Ultraleichtflugzeuge auf Viertakt-Flugmotoren getroffen worden, heißt es in der Pressemitteilung.

"Der Rotax 582 UL ist der letzte Zweitaktflugmotor in der Serienproduktion und war in der Vergangenheit definitiv Teil unseres Unternehmenserfolgs", sagte Peter Oelsinger, General Manager BRP Rotax und Mitglied der Geschäftsleitung. "Die Entscheidung spiegelt jedoch die Marktrealität wider. Nahezu hundert Prozent der Kunden verlangen nach Viertakt-Flugmotoren – eine Nachfrage, die wir mit unserem Angebot an innovativen und hochwertigen Viertakt-Flugmotoren definitiv erfüllen können", betonte Oelsinger.

Ersatzteilversorgung weiterhin sichergestellt

Der Rotax 582 UL soll weiterhin über das autorisierte Rotax-Vertriebsnetz weltweit erhältlich sein, solange der Vorrat bei den Händlern reicht. Die Verfügbarkeit von Originalteilen sei bis zu zehn Jahre nach Einstellung der Produktion gewährleistet, so der Hersteller. Gemäß den Servicestandards will Rotax den technischen Service ebenfalls weiterhin über die autorisierten Rotax-Händler oder deren unabhängige Service-Zentren aufrechterhalten.

Grund für Produktionsende: Sinkende Nachfrage

Zu den Gründen für die Einstellung der Produktion des Rotax 582 nennt der Hersteller insbesondere eine sinkende Nachfrage nach Zweitakt-Flugmotoren. Die Frage nach einer Serienproduktion des Rotax 582 UL in Lizenz bei einem anderen Unternehmen sieht man bei Rotax schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht. Eine Umstellung der Fertigung und Produktion sei unrentabel, da die Investitionen in neue Teile, Fertigungszeichnungen, die Herstellung neuer Gusswerkzeuge und andere Probleme zu große Hindernisse darstellten. Daraus würde sich ein Verkaufspreis ergeben, der weit über der Marktakzeptanz liege.

Mit mehr als 190.000 verkauften Flugmotoren und einer weltweit operierenden Viertakt-Flotte von mehr als 50.000 Flugmotoren ist der Motorenbauer nach eigenen Angaben führend auf dem Markt für leichte Sport- und Ultraleichtflugzeuge. Rotax verfügt demnach über ein weltweites Netzwerk aus 16 autorisierten Rotax-Flugmotorenhändlern und mehr als 220 Verkaufs- und Servicestellen.