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Diamond Aircraft

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Startschuss für die DA50 RG

Mit dem Erstflug der DA50 RG hat Diamond Aircraft seinem SEP-Flaggschiff-Projekt neues Leben eingehaucht. Jetzt beginnen die Österreicher mit der Vermarktung des überarbeiteten Musters.

Ein bisschen Superlativ darf es schon sein in einer Pressemitteilung zum Start eines neuen Musters. Und ganz in dieser Tradition trommelt der Hersteller aus Wiener Neustadt für sein bestes Pferd im SEP-Stall. Interessanter Weise fängt Diamond Aircraft bei den inneren Werten an: Eine der breitesten und komfortabelsten Kabinen ihrer Klasse soll in der DA50 RG Pilot und Passagiere verwöhnen, die verglichen mit der zweimotorigen DA62 kaum Abstriche machen müssten. Gut, die zuerst erwähnten verstellbare Vordersitze sind Standard, aber eine im Verhältnis 60 zu 40 geteilte und umlegbare Rücksitzbank mit drei Sitzplätzen – das kennt man sonst nur aus Automobilprospekten. Auch Flügeltüren assoziiert man gemeinhin eher mit Sportwagen als mit Flugzeugen, die DA50 RG hat davon drei und soll so laut Diamond einen bequemen Einstieg ermöglichen. Außergewöhnliche Kopf- und Schulterfreiheit – selbstredend vorhanden.

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Raum und Komfort verspricht Diamond Pilot und Passagieren der DA50 RG.

Starke Serienausstattung mit vielen Optionen

Die Ausstattung ist gemäß der Pressemitteilung durchweg luxuriös, wobei Kunden zwischen verschiedenen Stilen, Farben und Materialien wählen können. Die LED-Innenbeleuchtung ist Serie, darüber hinaus bieten viele optionale Ausstattungsmerkmale wie abnehmbarer rechter Steuerknüppel, Sauerstoffsystem, elektrischer Klimaanlage, TKS-Enteisungsanlage, Garmin GCU 476-Tastatur oder eingebaute Tablet-Halterung allerhand Möglichkeiten, sein Geld in den individuellen aviatischen Traum zu stecken.

Im Panel steckt serienmäßig Garmins G1000 NXi inklusive GFC700-Autopilot. In Verbindung mit der Einhebelbedienung des CD-300-Dieselmotors von Continental verspricht Diamond eine überschaubare Arbeitsbelastung für den Piloten, der sich dadurch mehr auf die fliegerische Situation, Navigation und Luftraumbeobachtung konzentrieren kann.

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Das Garmin G1000 NXi wird serienmäßig verbaut. Auch ein GFC700-Autopilot ist an Bord.

Die Zelle der DA50 RG ist komplett aus CFK gefertigt und bietet bei hoher aerodynamischer Güte viel Leistung und Effizienz bei gleichzeitig hoher Festigkeit im Crashfall. Dazu verfügt das Muster über einige Besonderheiten wie beispielsweise speziell entworfene, aufklappbare Doppelschlitzklappen für hohen Auftrieb und überlegenes Langsamflugverhalten sowie weitere, vom Hersteller noch nicht näher bezeichnete widerstandsreduzierende Merkmale. Wobei – mit 300 Diesel-PS unter der Cowling dürfte die DA50 RG auch so genug Dampf haben. Schließlich sind den Wünschen der Käufer auch bei der Lackierung kaum Grenzen gesetzt.

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Unter der markanten Cowling mobilisiert der CD-300 von Continental Aerospace Technologies knapp 300 PS.

Klar formulierter Führungsanspruch

"Die luxuriöse und moderne Kohlefaserkonstruktion der DA50 RG gepaart mit dem 300 PS starken Jet-A-Motor definiert die Erwartungen an Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt neu", machte Robert Stoppek, President & CEO von Continental Aerospace Technologies, den Führungsanspruch des neuen Musters deutlich. Auch Liqun Zhang, CEO von Diamond Aircraft Österreich, freut sich über den Fortschritt des Projekts. "Die DA50 RG auf dem Markt zu präsentieren ist toll. Sie bietet so viel für ein SEP – Platz, Effizienz, Luxus, Komfort, Sicherheit und ein einziehbares Fahrwerk – dass sie aus dem Marktangebot heraussticht." Dazu kämen die Vorteile des Betriebs mit Kerosin in Form viel des geringeren Verbrauchs und geringerer Emissionen. "Wir sind überzeugt, dass unsere DA50 RG der neue Star auf dem SEP-Binnenmarkt für Privatpiloten sein wird, die einfach etwas mehr Platz benötigen, sowie für Vercharterer, die nach einer kostengünstigen Alternative zu bekannten Mustern suchen."

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Bullig und doch dynamisch kommt die DA50 RG im Flug daher.

Die EASA-Zulassung wird für Spätsommer 2020 erwartet, unmittelbar danach will Diamond Aircraft mit der FAA-Zulassung beginnen. Diese soll bis Ende 2021 erreicht sein. Die ersten Auslieferungen avisiert der Hersteller für Ende des ersten Quartals 2021.

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