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Bugrad für die XCub

Der amerikanische Flugzeughersteller CubCrafters bietet die XCub jetzt auch mit Bugrad an. Der Clou: Wer möchte, kann das Buschflugzeug mit überschaubarem Aufwand auf ein Spornradfahrwerk umrüsten.

Peter Jorga, Vertriebspartner der CubCrafters in Deutschland, bringt es auf den Punkt: "Dieses Flugzeug polarisiert." Allerdings fügt er hinzu: "Alle, die Vorbehalte hatten und danach geflogen sind, waren begeistert." Worum es geht: Die CubCrafters aus Yakima, Washington, haben sich den Markt gründlich angeschaut und beschlossen, eine Bugradoption für ihr FAA-zugelassenes Flaggschiff CC-19 XCub anzubieten. Die Neue trägt den Namen NXCub und soll kürzer starten, kürzer landen und schneller fliegen als die Spornradversion. Der Schritt ist auf jeden Fall ungewöhnlich, schließlich ist das Vorbild der Cubcrafter-Flugzeugfamilie die Piper Cub und damit so etwas wie die Mutter aller Spornradflugzeuge.

Viele Piloten mit unterschiedlichem Erfahrungsschatz haben das Flugzeug vor dem Marktstart ausgiebig getestet und mit ihren Anregungen viele Verbesserungen einfließen lassen, schreiben die CubCrafters in einer Pressemitteilung. Eine Besonderheit ist, dass die NXCub sich einfach zwischen Bug- und Spornrad umrüsten lässt, was laut Cubcrafters dazu führt, dass der Kunde zwei Flugzeuge in einem bekommt. Beide Varianten seien leistungsfähige STOL-Flugzeuge, die für Einsätze abseits der Zivilisation konzipiert wurden. Mit der robust gebauten Bugradbaugruppe und optionalen Tundra-Reifen sei die Nosewheel-Cub in der Lage, auf unbefestigten Pisten zu starten und zu landen.

Die FAA-Zulassung hat die XCub im Juni 2016 erhalten. 2017 folgte die Zulassung für das Avionikpaket Garmin G3X. Im Jahr 2019 kam eine leistungsstärkere Version mit Dreiblattpropeller von Hartzell und dem Lycoming-Motor CC393i mit 215 PS (158 kW) auf den Markt. Für die Bugradversion erwarten die CubCrafters die US-amerikanische Zulassung für Anfang 2021. Eine EASA-Zulassung ist derzeit nicht vorgesehen, allerdings ist der Betrieb von N-registrierten Flugzeugen in Europa möglich. Im Rahmen des Builder Assist Programms können Kunden ihre NX Cub mit Werksunterstützung auch selbst bauen und als Experimental zulassen.

"Der Einbau eines Bugrads in ein modernes, Cub-ähnliches Flugzeug hat sicherlich einige Leute überrascht, aber die überwältigende öffentliche Resonanz war positiv, insbesondere unter den mehr als 300 Piloten, die während der Marktumfragephase die Möglichkeit hatten, das Flugzeug zu fliegen", sagt Brad Damm, Vice President für Verkauf und Marketing bei CubCrafters.