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Garmin

Autonome Flugtechnologie

FAA-Zulassung für Autoland-System

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat das autonome Landesystem Autoland von Garmin für die Piper M600 zugelassen. Die Zertifizierung für den Cirrus Vision Jet und die TBM 940 von Daher soll demnächst folgen.

Mit der Piper M600 hat das erste Flugzeug die FAA-Zulassung für die autonome Flugtechnologie Autoland von Garmin erhalten. Das gab die Federal Aviation Administration (FAA) bekannt. Das Autoland-System ist im integrierten Flightdeck G3000 der Piper M600 verfügbar. Im Notfall kann Autoland das Flugzeug ohne menschliches Eingreifen steuern und landen. Das System soll bald auch auf dem Cirrus Vision Jet und der Daher TBM 940 verfügbar sein.

"Was als Vision begann, nämlich das weltweit erste Autoland-System für die Allgemeine Luftfahrt zu entwickeln, wurde jetzt Realität: Wir liefern heute eine der bedeutendsten Innovationen der Branche", sagte Phil Straub, Garmin-Vizepräsident und Geschäftsführer des Bereichs Luftfahrt.

Der Pilot oder die Passagiere an Bord des Flugzeugs können im Notfall das System Autoland aktivieren, um das Flugzeug mit einem einfachen Druck auf einen dafür vorgesehenen Knopf zu landen. Autoland kann auch automatisch aktiviert werden, wenn dies notwendig ist. Sobald es aktiviert ist, berechnet das System einen Anflug auf den am besten geeigneten Flugplatz unter Berücksichtigung von Gelände und Wetter. Anflug und Landung werden dann automatisch, ohne Eingreifen des Piloten oder Passagiers, durchgeführt.

Autoland berücksichtigt bei einer Aktivierung eine Vielzahl von Informationen und Kriterien, darunter Leistungsspektrum, Betriebs- und Umweltfaktoren. Über die GPS-Verbindung wird eine optimale Führung zur Landebahn gewährleistet. Darüber hinaus kommuniziert das System automatisch mit der Flugsicherung. Fluglotsen und Piloten, die in der Nähe des Flugzeugs operieren, werden über dessen Position und Absichten informiert.

Während der gesamten Dauer einer Autoland-Aktivierung bietet das integrierte G3000-Flightdeck eine auf die Passagiere ausgerichtete Sicht und verbale Kommunikation in einfacher Sprache, damit die Passagiere im Flugzeug wissen, was sie erwartet. Auf dem Bildschirm des Flightdecks wird der Standort des Flugzeugs auf einer Karte neben Informationen wie dem Zielflughafen, der geschätzten Ankunftszeit, der Entfernung zum Zielflughafen, dem verbleibenden Treibstoff sowie Fluggeschwindigkeit und Flughöhe angezeigt. Die Bedienknöpfe sind ebenfalls in einem leicht verständlichen Format beschriftet. Die Passagiere haben außerdem die Möglichkeit, mit der Flugsicherung zu kommunizieren.

Beim Landeanflug leitet das System einen kontrollierten Sinkflug auf den Flughafen ein. Wenn das Flugzeug zusätzliche Zeit zum Sinken oder Verlangsamen während des Anfluges benötigt, leitet das Autoland-System das entsprechende Standardverfahren ein. Bei der Ausrichtung auf die Landebahn werden das Fahrwerk und die Klappen automatisch ausgefahren, und das Flugzeug setzt seinen Sinkflug fort. Auf der Landebahn wird anschließend automatisch gebremst, bis das Flugzeug zum Stillstand gekommen ist. Die Triebwerksabschaltung ist ebenfalls automatisiert, so dass die Insassen das Flugzeug sicher verlassen können.

Der Pilot kann eine Autoland-Aktivierung jederzeit problemlos deaktivieren. Auf dem Bildschirm erscheint danach eine Meldung, die bestätigt, dass Autoland deaktiviert wurde. Im Falle einer versehentlichen Deaktivierung zeigt das System den Passagieren an, wie sie Autoland reaktivieren können, wenn dies nötig sein sollte.