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Corona-Shutdown: Die Krise und die Luftfahrt
Karsten Leucker

Corona-Grounding

Luftsportler fordern schnelle Lösung

Immer mehr Luftsportler fordern Lösungen, um angesichts der weiterhin bestehenden Corona-Beschränkungen den Flugbetreib sukzessive wiederaufnehmen zu können. Nach Rheinland-Pfalz kommt jetzt ein Vorstoß aus Niedersachsen.

Nachdem Ernst Eymann, Präsident des Luftspotverbandes Rheinland-Pfalz, am Mittwoch in einem offenen Brief an seine Landesregierung eine Lockerung der Allgemeinverfügungen bezüglich Vereinssport forderte und auch die AOPA appellierte, die Flugplätze sukzessive wieder zu öffnen (wir berichteten), gibt es jetzt einen Aufruf zur Reaktivierung des Vereinssports in Niedersachsen. Darin apelliert der Luftsport-Verein Gifhorn an DAeC-Präsident Stefan Klett, an Meike Müller, Präsidentin des Luftsport-Verbandes Niedersachsen, sowie an Reinhard Rawe, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Niedersachsen, sich für Wege zu öffnen, um trotz der noch nicht überwundenen Corona-Krise Vereinssport wieder zu ermöglichen.

Oliver Predelli vom Vorstand des LSV Gifhorn stützt sich dabei auf die inzwischen an vielen Stellen vorgebrachten Argumente, das eine Rückkehr zur Normalität vorerst ausgeschlossen sei, Sport aber für für die Gesundheit, die körperliche und geistige Entwicklung und den psychologischen Ausgleich besonders wertvoll sei. Auch weist Predelli auf die jüngste Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften "Leopoldina" hin, die eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen der Aktivitäten in Vereinen, Kulturstätten bis zu den Basisorganisationen des politischen und kirchlichen Lebens empfiehlt. Pauschale Verbote seien demnach durch individuelle Lösungen zu ersetzen, ohne dabei das Schutzziel aus den Augen zu verlieren. Schließlich erwähnt der LSV-Vorstand die Stellungnahme des österreichischen Ministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport vom 15. April, in der Lockerungen des Betretungsverbotes von Outdoor-Sportanlagen angekündigt werden und sogar explizit das Segelfliegen genannt wird.

Predelli schlägt vor, dass jede Sportart die potenziellen Corona-Ansteckungsrisiken in ihrem Umfeld analysiert, konkrete sportart-spezifische Maßnahmen zur Verringerung des Ansteckungsrisikos, zu Hygienevorkehrungen sowie für die Erfassung von Trainingsteilnehmern zwecks Nachverfolgung möglicher Infektionsketten erarbeitet. Die Landesverbände der jeweiligen Sportart sollen dabei koordinierend unterstützen und anschließend die Ergebnisse über den Landessportbund zusammentragen und mit den politischen Gremien absprechen.

Mitgetragen wird der Aufruf vom Luftsportverein Cloppenburg, der Luftsportgemeinschaft Goslar, dem Luftsportring Grenzland Nordhorn, dem Luftsportverein Hameln, dem Hannoverschen Aero-Club, der Akaflieg Hannover, dem Luftsportverein Holtorfsloh, dem Segelflugverein Hoya von 1931, dem Luftsportvereinigung Ithwiesen, der Fluggruppe JG71 "Richthofen", dem Luftsportverein Lingen, dem Flugtechnischen Verein Metzingen 2001, dem Osnabrücker Verein für Luftfahrt, der Segelfliegergruppe Salzdetfurth, der Luftsportvereinigung Solling, dem Luftsportverein Walsrode und dem Aero-Club Wolfsburg.

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