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Entwicklung wird ausgesetzt

Learjet 85 macht Pause

Bombardier hat dem Learjet-85-Programm eine „Pause“ verordnet, die Markteinführung des Business Jets wird nicht weiter verfolgt. 1000 Arbeiter sollen, vor allem an den Learjet-Standorten Querétaro und Wichita, entlassen werden.

Bombardier begründet die Entscheidung, das Learjet-85-Programm vorerst nicht weiterzuverfolgen, mit der schwachen Nachfrage nach leichten Jets. Das Unternehmen hat zudem angekündigt, 1000 Angestellte auf die Straße zu setzen. Diese Maßnahme wird in erster Linie die Learjet-Standorte Querétaro, Mexiko, und Wichita betreffen.

Bombardier hatte das Konzept des Learjet 85 im Jahr 2007 vorgestellt. Seinerzeit wurde die Markteinführung für 2013 in Aussicht gestellt. Das Testflugzeug hat im April vergangenen Jahres seinen Erstflug absolviert, erheblich später als geplant. Auf der NBAA im Oktober hatte Bombardier das Flugzeug zwar gezeigt, aber keinen neuen Zeitplan vorgelegt.
Die Entwicklung des vollständig aus Kunststoff gefertigten Business Jets verlief alles andere als reibungslos. Zum ersten Mal hatte Bombardier einen Business Jet konzipiert, der aus Verbundwerkstoff besteht.

Die nun bekannt gegebene Entscheidung kommt nicht überraschend, da Bombardier im vergangenen Jahr zwei für das Unternehmen sehr wichtigen Flugzeugprogrammen, der CSeries und der Global 7000/8000, Priorität eingeräumt hatte. Sie kommt das Unternehmen teuer zu stehen. Der Konzern wird für das vierte Quartal 2014 eine Sonderbelastung vor Steuern in Höhe von zirka 1,4 Mrd. Dollar melden, was vor allem auf den Verlust der Entwicklungskosten beim Learjet 85 zurückzuführen ist.  Im ersten Quartal 2015 wird ein Sonderposten in Höhe von 25 Mio. Dollar gemeldet werden, der für Abfindungszahlungen bei Entlassungen aufkommt.

Die Kunden für den Learjet 85 will Bombardier nun dazu bewegen, auf den Learjet 70/75 oder die Challenger-Reihe umzusteigen.

Bombardier betont, die „Pause“ für den Learjet 85 sei nicht technisch bedingt, sondern sei ausschließlich auf die Marktsituation zurückzuführen. Allerdings hat die Auslieferungsbilanz des Jahres 2014 die Erwartungen übertroffen. Bombardier hat insgesamt 290 Flugzeuge ausgeliefert, darunter 204 Business Jets. Vorhergesagt worden waren 280 Flugzeuge.

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