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Marcus King

World Air Games: Luftsport-Spiele in der Türkei abgesagt

World Air Games Luftsport-Spiele in der Türkei abgesagt

Die FAI hat die Absage der World Air Games 2022 bekanntgegeben. Der türkische Luftfahrtverband, der die Spiele am Bosporus ausrichten sollte, bat aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage um eine Verschiebung auf 2025.

Eine Verlegung des Events auf 2025 war für die FAI offenbar keine Option, die in einer Pressemitteilung über die Absage informierte. Auf die Bitte des türkischen Verbandes beschloss der FAI-Vorstand nach Rücksprache mit den Präsidenten der Luftsportkommission, die Spiele für 2022 komplett abzusagen. Der Vorstand kündigte ferner an, dass der Verband das Konzept und das Format der FAI World Air Games einer umfassenden Überprüfung unterziehen werde, bevor er über eine künftige Ausgabe der Spiele entscheidet.

„Dies war keine leichte Entscheidung“, sagte FAI-Präsident Bob Henderson. „Sie wurde jedoch unter Berücksichtigung aller Interessen und mit einer langfristigen und strategischen Perspektive getroffen.“ Die FAI World Air Games seien das Flaggschiff des Verbandes und als solches müsse man sicherstellen, dass sie unter optimalen Bedingungen stattfinden. „Die FAI wird diese Gelegenheit nutzen, um intern die Zukunft der Spiele unter Berücksichtigung der besten Interessen aller FAI-Stakeholder zu diskutieren.“

Dem türkischen Luftfahrtverband dankte Henderson für die im Vorfeld geleistete organisatorische Arbeit und erklärte, man werde Informationen über die zukünftigen Veranstaltungen der FAI World Air Games zu gegebener Zeit kommunizieren.

Die World Air Games sollen es den besten Luftsportathleten der Welt ermöglichen, ihr Können in einem Großereignis zu zeigen und sich miteinander im Wettkampf zu messen. Mit der Absage für 2022 finden bereits die dritten, geplanten Spiele nicht statt. Abgesagt wurden die Veranstaltungen in den Jahren 2005 und 2011, vorrangig aufgrund organisatorischer Probleme. Die Vergabe an die Türkei war unter anderem wegen der Menschenrechtslage im Land kritisiert worden.

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