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Rendering: Alexander Schleicher

Alexander Schleicher elektrifiziert AS 33

Alexander Schleicher Elektrisch eigenstartfähig: Die AS 33 Me

Mit der AS 33 Me will Schleicher seinen schlanken Hocheistungsrenner eigenstartfähig machen. Der Antrieb kommt bereits im Doppelsitzer ASG 32 El als Heimkehrhilfe und im neuen elektrischen Standardklasse-Einsitzer AS 34 Me zum Einsatz.

Als Revolution während der Evolution könnte man Schleichers jüngste Ankündigung verstehen: Noch bevor die Serienproduktion der AS 33, demneuen Hochleistungsflugzeug aus Poppenhausen für die 15- und 18-Meter-Klasse, richtig angelaufen ist, kündigt das Unternehmen eine weitere Motorisierung für das Muster an. So soll künftig das Elektro-Klapptriebwerk, das bereits in der ASG 32 El als Heimkehrhilfe Dienst tut und den neuen Standardklasse-Segler AS 34 Me ohne Schlepphilfe in die Luft hebt, auch die AS 33 unabhängig von Winde und Schleppflugzeug machen.

"Bisher blieb den schlankeren Rümpfen unserer 18-Meter-Wettbewerbsflugzeuge der Einbau des leistungsstarken und bewährten Wankelantriebs und somit der Eigenstart verwehrt. Die einfachere und kompaktere Bauweise von Elektroantrieben eröffnet inzwischen auch im Segelflug immer mehr neue Möglichkeiten", heißt es in einer Pressemitteilung von Alexander Schleicher. Somit sei es die logische Konsequenz, mit dem für die AS 34 Me entwickelten Antrieb auch den neuen 18m Wettbewerbssegler AS 33 zum Eigenstarter zu machen und somit in der Typenbezeichnung das Kürzel "Me" hinzuzufügen.

Schleicher betont, dass das aber nur sinnvoll sei, wenn nach einem Eigenstart bei maximaler Abflugmasse von 600 Kilogramm noch genügend Batteriekapazität für einen Heimflug mit Motorkraft zur Verfügung stehe. Bei der AS 33 Me prognostiziert das Unternehmen 120 Kilometer Reichweite im Kraftflug.

Akkus in den Innenflügeln, einfache Bedienung

Die Lithium-Ionen-Akkus in den Innenflügeln versorgen den ausfahrbaren 35 Kilowatt starken EMRAX-Motor mit Energie, ein speziell entwickelter Propeller aus eigener Fertigung setzt die Kraft des Motors in Schub um. Der Motorregler wird ebenfalls im Rumpf verbaut. Das Batterie-Management-System sorge für eine gleichmäßige Leistungsabgabe der Akkus im Flug und umgekehrt für eine gleichmäßige Aufnahme beim Ladevorgang, heißt es.

Wie bei Elektroantrieben inzwischen üblich, soll die Bedienung laut Schleicher einfach und intuitiv vonstatten gehen. Das Bedienteil wird wie bei der AS 34 Me im unteren Teil des Instrumentenpanels untergebracht und gibt Informationen zum Ladestand der Akkus, der Motordrehzahl und der Temperaturen.

Hintergrund der Ausrüstung der AS 33 mit Elektroantrieb sei aber nicht nur die Chance, das Flugzeug Eigenstartfähig zu machen. Vielmehr steige bei den Segelfliegern das Interesse am Elektroflug aufgrund seiner klaren Vorteile stetig: die oben angesprochene einfache Bedienung, reduzierter Wartungsaufwand und die Tatsache, dass ein Elektroantrieb im Gegensatz zum Verbrenner mit der Höhe kaum Leistungseinbußen habe. Dennoch: Die AS 33 soll es auch weiterhin als Es mit der reinen Heimkehrhilfe auf Basis des Zweizylinder-Zweitaktmotors Solo 2350 geben, um im Wettbewerb einen noch größeren Spielraum bezüglich der Flächenbelastung nutzen zu können.