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Trojan-Absturz: Ursache wahrscheinlich Pilotenfehler

Trojan-Absturz Ursache wahrscheinlich Pilotenfehler

Der Absturz der T-28 Trojan der Flying Bulls am 20. Juni ist vermutlich auf einen Pilotenfehler zurückzuführen. Die Tschechische Untersuchungsbehörde spricht von Kunstflugmanövern in geringer Höhe.

Der Unfall ereignete sich auf dem Rückflug von einer Airshow im polnischen Leszno nach Salzburg. Zunächst war nur bekannt geworden, dass die T-28 mit Rainer Steinberger am Steuer nahe des tschechischen Dorfes Zvíkovské Podhradí abgestürzt sei. Zu den Ursachen gab es kurz nach dem Unfall verständlicher Weise keine Angaben.

Jetzt hat die Tschechische Unfalluntersuchungsbehörde ein Bulletin mit den Flugunfällen des ersten Halbjahres 2021 veröffentlicht, in dem auch auf den Trojan-Absturz eingegangen wird. Demnach war sie gemeinsam mit der B-25 Mitchell der Flying Bulls unter Sichtflugbedingungen im Luftraum G unterwegs, wobei die hinter der Mitchell fliegende T-28 für Foto- und Videoaufnahmen Manöver in verschiedenen Höhen flog. Laut Zeugenaussagen soll der Pilot schließlich in einer Höhe von nur noch 60 Metern über Grund eine Fassrolle geflogen sein, wobei ihm das Ausleiten nicht gelang. Daraufhin stürzte das Flugzeug in eine Baumgruppe und brannte aus. Ein Passagier, der mit Reiner Steinberger gemeinsam im Cockpit saß, wurde schwer verletzt.

Flugzeug mit Historie

Die T-28 der Flying Bulls war ein Flugzeug mit bewegter Geschichte. 1954 gebaut, flog sie bis 1965 als Trainer bei der US Navy. Ende der 80er Jahre kam die Trojan als eins der ersten Flugzeuge nach Salzburg in die Sammlung von Dietrich Mateschitz, später flog sie bei den 1999 gegründeten Flying Bulls. Zwischen 2008 und 2016 wurde sie aufwändig restauriert, wobei viele Teile ausgetauscht wurden und auch die Avionik ein Upgrade auf den neuesten Stand erheilt. Zudem wurde eine Tragflächenrauchanlage installiert. Mit dem 9-Zylinder-Sternmotor kam sie auf 1400 PS Leistung und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 630 km/h.