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Stiftung soll Flüchtlingen helfen

Sechs DA42 MPP für Seenot-Einsätze

Die Situation der Flüchtlinge, die zu Hunderten im Mittelmeer ums Leben kommen, hat Diamond-Aircraft-Geschäftsführer Christian Dries zum Handeln bewegt. Er will sechs DA42 MPP für Seenotaufgaben zur Verfügung stellen.

"Ich will eine Non-Profit-Organisation gründen, die sechs Flugzeuge des Typs DA42 MPP zur Verfügung stellt, um die Situation der Flüchtlinge in Mittelmeer zu verbessern", kündigte Christian Dries, der Geschäftsführer von Diamond Aircraft gestern auf einer Pressekonferenz am Stammsitz des Unternehmens in Wiener Neustadt an. "Es gibt kein einziges Schiff, was wir nicht mit unseren Flugzeugen entdecken können", sagte er. "Wir sehen jedes einzelne Flüchtlingsboot mit unseren Flugzeugen." Die Gründung einer Stiftung, die die Flugzeuge betreibt, stehe kurz bevor. Die sechs Maschinen sollen auf dem internationalen Flughafen von Malta stationiert werden, an dem der Flughafen Wien Anteile besitzt."Wir können die ersten Flugzeuge schon in Kürze nach Malta schicken", so Dries.

Als weitere Teilhaber der Stiftung will Christian Dries chinesische Firmen gewinnen, die das Sensorequipment der Flugzeuge stellen sollen. Die Betriebskosten der Flugzeuge seien mit 200 Dollar pro Stunde deutlich niedriger als die Betriebskosten der momentan eingesetzten Seeüberwachungsflugzeuge, die aber keine dauerhafte Präsenz über dem Krisengebiet gewährleisten können. Die sechs DA42 stehen in Wiener Neustadt, müssen aber noch umgebaut werden. Sie sollen neben der Sensorik auch noch jeweils zwei Rettungsinseln unter den Tragflächen bekommen, die bei Bedarf abgeworfen werden können. "Wir werden das Projekt mit den Vereinten Nationen besprechen, denn dort im Mittelmeer ertrinken täglich Menschen. Da können wir nicht tatenlos zusehen", begründete Christian Dries sein Engagement für eine solche Stiftung.

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