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Corona-Shutdown: Die Krise und die Luftfahrt
Nico Herzog

Heli-Expo Robinson sagt ab

Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Robinson hat seine Teilnahme an der diesjährigen HAI Heli Expo abgesagt. Begründet wird dies mit der anhaltenden Corona-Pandemie.

Seinen Verzicht auf die Messe, die nach aktuellem Stand vom 22. bis 25. März in New Orleans stttfinden soll, erklärte Presiden Kurt Robinson in einem kurzen Statement, dass per Mail an Geschäftspartner und Kunden verschickt wurde. "Nach intensiver Überlegung hat die Robinson Helicopter Company angesichts der aktuellen COVID-Situation die schwierige Entscheidung getroffen, auf die diesjährige HAI Heli-Expo im März zu verzichten. Die Heli-Expo ist ein jährliches Highlight und es tut uns leid, sie zu verpassen, aber wir freuen uns darauf, unsere Händler, Kunden und Freunde 2022 in Dallas zu sehen."

Robinson ist damit nach Kenntnis der aerokurier-Redaktion der erste große Hersteller der Allgemeinen Luftfahrt, der in diesem Jahr eine Messeteilnahme mit Verweis auf die Pandemie absagt. Der Ausrichter, die Helicopter Association International, hält gute acht Wochen vor Öffnung der Messe am Plan der Umsetzung fest. In Abstimmung mit dem Convention Center, der Stadt und dem Staat Louisiana sowie den örtlichen Unternehmen habe man ein stimmiges Sicherheitskonzept erarbeitet, heißt es auf der Website der Heli-Expo. Alle vorgeschriebenen und von den US Centers for Disease Control (CDC) empfohlenen Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle würden in allen öffentlichen Bereichen des Convention Centers befolgt und durchgesetzt. Auch die Hotelpartner, Dienstleister und die Regierungen von New Orleans und Louisiana haben ihre eigenen Gesundheits- und Sicherheitspläne für die Aussteller und Besucher Teilnehmer aufgestellt.

Demzufolge müssten alle Teilnehmer vor dem Betreten des Kongresszentrums täglich eine Checkliste zum Gesundheitszustand ausfüllen und bestätigen, dass sie keine Symptome von COVID aufweisen und nicht wissentlich mit einer Person in Kontakt gekommen sind, die das Virus hat. Ihre Antworten sollen als Teil des Screening-Prozesses für den Zutritt zum Convention Center gescannt werden. Jeder, dessen Antworten auf ein Problem mit seinem Gesundheits- und Sicherheitsstatus hinweisen, soll daraufhin in einen separaten Bereich begleitet werden, um seinen Zustand vom medizinischen Team des Convention Centers vor Ort überprüfen zu lassen.

Was wird mit der AERO?

Bei der Messe Friedrichshafen war man bis Ende 2020 optimistich, die AERO 2021 mit einem der Lage angepassten Konzept durchführen zu können. Die jüngte Pressemitteilung vom 15. Dezember dürfte mit der Verlängerung des Lockdowns und der anstehenden weiteren Verschärfung der Maßnahmen allerdings einiges an Aktualität eingebüßt haben. Wichtige Branchengrößen hätten bereits zugesagt, heißt es in der Mitteilung, darunter Diamond, Tecnam, Piper, Junkers, Rheinland Air Service als Vertreter von Daher, HondaJet und Bell sowie – das erste Mal seit mehreren Jahren – der US-Luftfahrtriese Textron. Seit Monaten hatten das Messeteam an einem Konzept gearbeitet, dass mit breiteren Gängen und einem reinen Online-Ticketverkauf zur Kontrolle der Besucherzahl die AERO 2021 möglich machen sollte. Für Ende Februar bzw. Anfang März hat das Messeteam eine finale Entscheidung über die Durchführung angesichts der aktuellen Situation angekündigt.

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