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Corona-Shutdown: Die Krise und die Luftfahrt
DRF Luftrettung

Corona-Transport

Erster Einsatz für Civil Air Ambulance

Kurz nach seiner Indienststellung kam der neue Intensivtransporthubschrauber der DRF Luftrettung erstmals zum Einsatz. Eine 70-jährige Patientin wurde auf dem Luftweg zwischen zwei Kliniken verlegt.

Seit einer guten Woche ist der vorwiegend für den Transport von Covid-19-Patienten zur Verfügung gestellte Intensivtransporthubschrauber Civil Air Ambulance im Einsatz. Bei seinem ersten Einsatz wurde eine 70-Jährige Patientin von Schwäbisch-Hall nach Kassel verlegt.

Als erster Helikopter der DRF-Flotte wurde er mit einem sogenannten EpiShuttle ausgestattet. EpiShuttles sind eine Art Isoliertrage, in der intensivmedizinisch versorgte Patienten mit ansteckenden Krankheiten wie Corona in einem engen Rettungsmittel wie einem Hubschrauber transportiert werden können, ohne dabei die Crew der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen.

Insgesamt hat die DRF Luftrettung elf EpiShuttles zu einem Stückpreis von rund 40.000 Euro angeschafft, die bedarfsweise in die Rettungshubschrauber eingerüstet werden können. Die H145 der Civil Air Ambulance ist am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden stationiert und soll überwiegend Transporte von Covid-19-Patienten aus besonders stark betroffenen Regionen im Ausland an weiterbehandelnde Kliniken sowohl im In- und Ausland übernehmen. Darüber hinaus kommt er auch in Deutschland zum Einsatz, wenn reguläre Ressourcen vor Ort nicht in einer für den Patienten angemessenen Zeit verfügbar sind.

"Gemäß unserer Mission 'Menschen.Leben.Retten' sind wir innerhalb kürzester Zeit aktiv geworden und haben mit der Civil Air Ambulance einen zusätzlichen Hubschrauber einsatzbereit gemacht", erklärt Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. "Aufgrund des spezifischen Einsatzspektrums lag die Ausstattung dieses Intensivtransporthubschraubers zur schnellen Verlegung von Covid-19-Patienten mit einem der ersten verfügbaren EpiShuttles mehr als nahe."

Bei diesen außergewöhnlichen Investitionen in dieser besonderen Zeit setzt die gemeinnützige DRF Luftrettung auch auf Unterstützung durch Spenden. "Für die Menschen und deren Leben – gemäß unseres Versprechens, immer und überall für sie da zu sein – zögern wir keine Sekunde, tätig zu werden", so Pracz weiter. "Wir würden uns sehr freuen, wenn unsere Spender und Förderer diesen besonderen Einsatz für die entscheidenden Minuten unterstützen würden."

Die Bereitstellung des Hubschraubers durch die DRF Luftrettung hat handfeste Gründe. Durch die steigende Zahl an Corona-Infektionen und ihre ungleiche regionale Verteilung entsteht die Notwendigkeit, Patienten zwischen Krankenhäusern zu transportieren. Mit der Civil Air Ambulance ist die DRF in der Lage, bei Engpässen Patienten schnell und unter intensivmedizinischen Bedingungen in eine Klinik mit freiem Beatmungsbett zu fliegen. Doch der Transport von Coronainfizierten stellt für die Crew aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Hubschrauber ein besonderes Risiko dar, denn Pilot, Notfallsanitäter und Notarzt sind im direkten Kontakt mit den Patienten. Überdies müssen die Crews den Hubschrauber nach solchen Einsätzen aufwändig desinfizieren. Mit den EpiShuttles hat die DRF Luftrettung ab sofort die Möglichkeit, ihre Crews ebenso wie die Patienten einfacher und viel wirksamer zu schützen.

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