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Flugplatz Strausberg

IFR-Betrieb in Strausberg aufgenommen

Betriebserweiterung Strausberg startet IFR-Betrieb

Der Verkehrslandeplatz Strausberg (EDAY) nahe Berlin ist jetzt nach Instrumentenflugregeln anfliegbar. Auch das maximale Abfluggewicht für startende und landende Flugzeuge wurde erhöht.

Nach einigen Jahren der Planung hat der Flugplatz Strausberg am östlichen Stadtrand von Berlin nun das Instrumentenanflugverfahren für beide Pistenrichtungen (23/05) in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde an diesem Donnerstag die Flugplatzgenehmigung von acht Tonnen maximales Abfluggewicht auf 14 Tonnen MTOM aufgestockt.

Zukunftsfähig und sicherer

Das an dem Verkehrslandeplatz ansässige Unternehmen CW Aviation Berlin eröffnete den IFR-Betrieb offiziell mit einer Pilatus PC-12 NG. Es war jedoch nicht der erste IFR-Anflug an diesem Tag: Bereits vor der planmäßigen Öffnungszeit landete eine Maschine aus Passau in Strausberg. Der offizielle Betriebsstart mit der PC-12 sollte den anwesenden Vertretern der Lokalpolitik demonstrieren, weshalb das IFR-Anflugverfahren für den Verkehrslandeplatz so wichtig ist. Mit einem Wasserbogen wurde die Maschine und sein Besitzer, Conrad Wöltge, begrüßt. Der Instrumentenflugbetrieb solle den Flugbetrieb nicht nur sicherer machen, er sei auch eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Flugplatzes, betonte Conrad Wöltge.

Vorteil durch verkehrsgünstige Lage

Strausberg ist aufgrund seiner Nähe zu Berlin – die S-Bahn-Station "Strausberg-Nord" liegt unmittelbar am Flugplatzgelände – sehr verkehrsgünstig gelegen. Ohne umzusteigen ist man in einer Stunde am Brandenburger Tor. Strausberg ist darüber hinaus inzwischen auch ein bedeutender Luftfahrtstandort in den östlichen Bundesländern. Neben die Ausbildung von Pilotennachwuchs unter anderem durch das Unternehmen Aerotours, nach Angaben des Betreibers eine der größten Flugschulen für Berufs- und Privatpiloten in Deutschland, ist seit Anfang des Jahres auch eine neue Flugzeugwerft für Flugzeuge bis 5,7 Tonnen am Standort ansässig. Die APUS-Group für Luftfahrzeugkomponenten beginnt mit dem Aufbau eines weiteren Unternehmensbereichs direkt am Flugfeld. Im Fokus des Entwicklungsbetriebs stehen umweltfreundliche und klimaneutrale Antriebe, welche bei APUS entwickelt werden sollen. Weitere Betriebe im Bereich Zukunftstechnologien sollen im kommenden Jahr folgen.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass insbesondere auch kleinere Verkehrslandeplätze für die Infrastruktur im regionalen und überregionalen Bereich eine wichtige Rolle spielen. Eine Region kann im Wettbewerb mit anderen Standorten unter anderem auch mit einer guten Infrastruktur punkten. Die Einführung des IFR-Anflugsystem sei hierbei ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Flugplatzes Strausberg und die Region, betonte der Betreiber.