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Lars Reinhold

Jet-Antrieb

PSR-Turbine zum Nachrüsten

Die Jet-Turbine von PSR gibt es jetzt als Nachrüstsatz für den Selbsteinbau. So können LTB oder handwerklich versierte Flugzeugbesitzer Segelflugzeuge mit einem Flautenschieber nachrüsten.

Mit dem PSR T101 steht seit einiger Zeit ein von Klaus Meitzner bis zur Luftfahrtzulassung weiterentwickeltes Jettriebwerk zur Verfügung, das als Flautenschieber in zahlreiche Flugzeugmuster der Standard-, 15-Meter- und 18-Meter-Klasse passt. Für den Einbau in ASW20, ASW27, Ventus und LS6 gibt es bereits ergänzende Musterzulassungen.

Zum Einsatz kommt dabei ein Einwellen-Turbojettriebwerk, das Ursprünglich aus dem Modellbau stammt, aber aufwändig weiterentwickelt wurde, um den strengen Anforderungen der manntragenden Luftfahrt zu genügen. Bei Nenndrehzahl von 108.500 Umdrehungen pro Minute entwickelt es einen Schub von 230 Newton – genug, um eine ASW20 bei 120 km/h mit 0,85 m/s steigen zu lassen. Im Horizontalflug sind so etwa 180 km/h möglich, bei 1 m/s Sinken bis zu 250 km/h. Bei Reisedrehzahl mit 100.000 rpm fliegt die ASW20 immer noch mit 150 km/h. Laut PSR sind die Reserven ausreichend, um aus Bodennähe weg zu steigen, Sinkgebiete schnell zu durchfliegen und starken Gegenwind zu überwinden.

Klaus Meitzner
Der Nachrüstsatz enthält alle benötigten Bauteile.

Der Hersteller PSR Jet System bietet das komplette System jetzt auch als Nachrüstsatz an, der von Luftfahrttechnischen Betrieben oder handwerklich begabten Flugzeugbesitzern in Segelflugzeuge eingebaut werden kann. Eine entsprechende ergänzende Musterzulassung bildet dafür die behördliche Grundlage.

Auf der AERO 2019 wurde das System aufgrund der einfachen Bedienung mit dem Flugsicherheitspreis des Magazins Luftsport ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum System gibt es auf der Internetseite des Herstellers.

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