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Porto Aviation Group

Geschwindigkeitsrekorde

Risen und Siren schneller denn je

Vier Jahre nach dem ersten Geschwindigkeitsrekord mit seinem UL-Tiefdecker Risen hat der italienische Konstrukteur und Pilot Alberto Porto zusammen mit Copilotin Elisa Tomasi jetzt doppelt nachgelegt. Die Flüge sind bei der FAI zur Anerkennung eingereicht.

Am 16. Dezember 2015 – wenige Monate nach der Vorstellung der Risen auf der AERO in Friedrichshafen – erreichte der ultraleichte High-Performance-Tiefdecker mit Einziehfahrwerk eine von der FAI anerkannte Geschwindigkeit von 323,84 km/h. Der bis dahin gültige Rekord lag bei 300,51 km/h. Alberto Porto wollte nach eigenen Angaben beweisen, dass der Side-by-Side-Sitzer es mit Tandemsitzern aufnehmen könne. Ein anerkannter Rekord war ihm nicht zuletzt auch deshalb wichtig, um das Potenzial seines Flugzeugs in der Öffentlichkeit unter Beweis zu stellen. Das teilt das Team von Alberto Porto in einer Pressemeldung mit und berichtet jetzt von neuen Rekorden im Dezember.

2017 präsentierte Alberto Porto ebenfalls auf der AERO das Schwestermodell der Risen, die Siren mit Festfahrwerk. Auch dieses Flugzeug soll außergewöhnlich schnell sein. So entstand die Idee, auch die Leistung der Siren unter der Aufsicht von FAI zu demonstrieren. Es galt jetzt, einen bestehenden Rekord auf einem 50-Kilometer-Rundkurs zu schlagen.

Am Morgen des 15. Dezember 2019 bereitete Alberto Portos Team die Siren mit Festfahrwerk auf die Herausforderung vor. Über 60 Luftfahrtfans kamen in Modena in unmittelbarer Nachbarschaft der Rennstrecke zusammen, um Alberto Porto und seine Copilotin Elisa Tomasi bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Damit die FAI den neuen Rekord anerkannen kann, musste der bisherige Wert von 274,8 km/h um mindestens ein Prozent übertroffen werden. Das Ziel lautete also 277,55 km/h. Mit einem Rotax 912 ULS (74 kW/100PS) unter der Haube, flogen Alberto Porto und Elisa Tomasi mit der Siren die 50 Kilometer lange geschlossene Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 288,33km/h. Einer der Wendepunkte war Maranello, die Heimat der Sportwagenschmiede Ferrari.

Die Crew stellte am selben Tag noch einen weiteren Rekord auf: Sie starteten auch mit der Risen mit Einziehfahrwerk, angetrieben vom Turbomotor Rotax 914 (85 kW/115 PS), um einen absoluten Geschwindigkeitsrekord auf der Geraden aufzustellen. Der bisherige Rekord, den Porto vor vier Jahren selbst aufgestellt hat, lag bei den eingangs genannten 323,84 km/h. 327,07km/h mussten es jetzt sein, um die Messlatte erneut höher zu setzen. Der tiefe Flug über eine 15 Kilometer lange Gerade dauerte weniger als drei Minuten und führte zu einem neuen Rekord von 337,51km/h.

Alle Leistungen sind nach Normatmosphäre berechnet. Die Flüge sind bei der FAI zur Anerkennung eingereicht.

Porto Aviation Group
Rund 60 Menschen waren am 15. Dezember bei den Rekordflügen in Modena dabei.