Mit dem e-Genius hybrid hat die Uni Stuttgart dieses Jahr schon mehrere Weltrekorde aufgestellt. IFB/Uni Stuttgart

e-Genius hybrid der Uni Stuttgart schafft 2000 Kilometer

Neuer Rekordflug e-Genius hybrid schafft 2000 Kilometer

Der e-Genius hybrid der Universität Stuttgart, ein elektrisch angetriebenes Forschungsflugzeug mit seriellem Range Extender, flog auf einem Demonstrationsflug erstmals 2002 Kilometer vom Heimatflugplatz Mengen-Hohentengen bei Sigmaringen bis Biarritz an der spanischen Grenze und ohne Zwischenlandung wieder zurück.

Der e-Genius ist laut Institut für Flugzeugbau nun das erste Hybrid-Elektroflugzeug der Welt, das mehr als 2000 Kilometer nonstop flog. Der aktuelle Rekord ist bereits der vierte Flug des e-Genius in diesem Sommer, bei dem neue Weltrekorde für elektrisch angetriebene Flugzeuge erflogen werden konnten. Tatsächlich wäre der Flieger noch weitergekommen, hätten die Piloten bei Tank und Batterien nicht eine Sicherheitsreserve von drei Stunden Flugzeit einkalkuliert.

Da der Flug so lang war, entschieden die Piloten, nicht am besten Effizienzpunkt zu fliegen, sondern etwas schneller. Zudem wurde die Rekordhitze dieses Sommers zu einer Herausforderung für die Kühlsysteme, was die erreichbare Geschwindigkeit des e-Genius einschränkte. Doch selbst unter diesen Bedingungen verbrauchte das Forschungsflugzeug auf der gesamten Strecke nur 81 Liter Treibstoff – eben mal zwei Liter pro Passagier und 100 Kilometer.

Der e-Genius hybrid, der im letzten Sommer erstmals flog, wurde in diesem Jahr auf eine Version mit verlängerter Reichweite umgerüstet (intern eingebauter Dieselmotor als Generator). Dies ermöglicht es nun, lange Strecken mit der gleichen Effizienz wie bisher zu fliegen. "Der Flug hat gezeigt, dass unser hochautomatisiertes Hybridsystem tatsächlich funktioniert und die vorhergesagte Effizienz entlang der gesamten Antriebskette aufweist", freut sich Prof. Andreas Strohmayer, Leiter des Bereichs Flugzeugentwurf am Institut für Flugzeugbau (IFB) der Universität Stuttgart. "Dies ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur praktischen Nutzung des Hybrid-Elektroflugs als mögliche Lösung zur Verringerung der CO2-Bilanz des Fliegens in der Zukunft." Jonas Lay, Gruppenleiter Bemannte Flugzeugprojekte am IFB ergänzt: "Wir konnten redundante Systeme und die allgemeine Zuverlässigkeit validieren, sie zeigen ein hohes Maß an Sicherheit."

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