in Kooperation mit
OGN

EASA GA Safety Award

Ehrung für OGN-Programmierer

Die EASA hat zum ersten mal einen Flugsicherheitspreis für die General Aviation verliehen. Dabei wurden Personen und Firmen geehrt, deren Smartphone-Apps und Programme einen Beitrag für mehr Sicherheit in der Allgemeinen Luftfahrt leisten.

Der Preis wurde von der europäischen Flugsicherheitsagentur EASA im April vergangenen Jahres auf der AERO Friedrichshafen ins Leben gerufen. Mit dem GA Safety Award wird die Smartphone- bzw. Tablet-Anwendung zur Verwendung durch GA-Piloten ausgezeichnet, die besonderen Fokus auf Sicherheit legt. Ziel ist dabei, die Entwicklung zuverlässiger Instrumente zur Verbesserung der Sicherheit zu fördern, Investitionen in diesem Bereich anzuregen, vielversprechende Produkte zu unterstützen und sie sichtbarer zu machen. Damit soll auch das Engagement der GA-Gemeinschaft für die Sicherheit weiter angeregt werden.

Die eingereichten Anträge wurden danach bewertet, inwieweit sie einem oder mehreren der vier Sicherheitsfaktoren Rechnung tragen, die im European Plan for Aviation Safety, kurz EPAS, formuliert sind: Jederzeit die Kontrolle über die Situation zu behalten, den Flug zu managen, Zusammenstöße in der Luft zu verhindern und mit der Wetterlage zurechtzukommen.

Mit dem 1. Preis wurde Sebastian Chaumontet ausgezeichnet, die treibende Kraft hinter dem Open Glider Network (OGN). Die Plattform mit ihren Ortungsmöglichkeiten für Segel- und Motorflugzeuge, Gleitschirme, Drohnen und andere kleine Flugobjekte trage zur Verringerung des Risikos von Zusammenstößen in der Luft bei, indem sie Informationen verschiedener Kollisionswarn- und Navigationsgeräte zusammenführt, heißt es in der Begründung der EASA. Weiterhin ermögliche sie auch eine einfache Bereitstellung von Wetterinformationen direkt im Cockpit, um Piloten bei der Bewältigung wechselnder Bedingungen zu unterstützen. Der 1. Preis ist mit 8000 Euro dotiert. (http://wiki.glidernet.org/)

Der 2. Preis – dotiert mit 5000 Euro – ging an die Pocket FMS Foundation für das Programm EasyVFR 4, das laut EASA eine Komplettlösung für Flugvorbereitung, Routenplanung und Flugnavigation biete. EasyVFR 4 helfe Piloten bei der Flugvorbereitung und der Verringerung des Risikos gefährlicher Annäherungen und Situationen in der Luft durch die Bereitstellung von Planungswerkzeugen, die auch die Identifizierung verschiedener Luftraumtypen und Links zu relevanten NOTAMs beinhalten. Zudem sei auch bei EasyVFR 4 die Implementierung von Wetterdaten während des Einsatzes im Cockpit möglich. (https://easyvfr4.aero/de/)

Über den 3. Preis und 2000 Euro können sich die Entwickler der App Flytool freuen. Die EASA zeichnete ihre Software aus, die sowohl Flug- als auch Sicherheitsmanagement ermögliche. Hervorzugeben sei dabei die einfache und leicht zu bedienende Funktion zur Meldung von sicherheitsrelevanten Vorkommnissen, die es Verantwortlichen in Vereinen und Flugschulen ermögliche, gemeldete Vorkommnisse zu überprüfen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse mit der Pilotengemeinschaft zu teilen. Darüber hinaus biete die Software weitere Funktionen wie ein elektronisches Logbuch und Erinnerungen an die Lizenzerteilung, heißt es in der Begründung weiter. (https://www.flytool.nl/nl/uk/)

Eine besondere Anerkennung gab es zudem für Oscar Yankee APS und deren App Wings Toolbox. Diese App sei in kurzer Zeit entwickelt worden und zeige ein beträchtliches Potenzial zur Verbesserung der Flugsicherheit, so die EASA. Sie biete Funktionen wie Standby-Instrumente für den Fall Systemausfalls, Flugplatz- und Standortinformationen sowie Wetterdaten. Außerdem stellt es dem Benutzer alle Sunny Swift-Geschichten zur Verfügung, mit denen die EASA auf Sicherheitsthemen aufmerksam machen will. (https://www.wingstoolbox.com/)