in Kooperation mit
Elbit Systems

Brandbekämpfung

Neues Löschsystem „HyDrop“ getestet

Mit dem neuen Löschsystem „HyDrop“ soll Löschwasser aus größerer Höhe zielgenau abgeworfen werden können. Es kann in Hubschrauber und Flugzeuge gleichermaßen eingerüstet werden.

Elbit Systems, ein israelischer Luftfahrt- und Rüstungshersteller, hat eine erfolgreiche Felddemonstration seines patentierten Hydrop-Systems abgeschlossen. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung informiert, handelt es sich bei HyDrop um eine innovative Lösung, die eine hochpräzise Brandbekämpfung aus größeren Flughöhen als bisher ermöglicht.

Die Felddemonstration fand jüngst im Rahmen einer von der israelischen Feuerwehr- und Rettungsbehörde geleiteten Übung statt. Während der Übung wurden Löschflugzeuge angewiesen, ein brennendes Feld aus einer Höhe von bis zu 500 Fuß zu löschen, was mehr als viermal so hoch ist wie die durchschnittliche Standard-Abwurfhöhe Feuerlöschflugzeugs. Mit Hilfe des HyDrop-Systems warf jedes Flugzeug insgesamt 1,6 Tonnen Flüssigkeitspellets – jedes Pellett wog 140 Gramm – in einer berechneten ballistischen Flugbahn ab. Dabei wurde eine Sättigung von einem bis zwei Liter Wasser pro Quadratmeter erzielt, heißt es.

Seit den 50er Jahren sei die Brandbekämpfung aus der Luft mittels Kaskadenabwurfs das Mittel der Wahl, so Elbit. Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz sei eine Abwurfhöhevon nicht mehr als 100 bis 120 Fuß, um den durch den Aerosoleffekt verursachten Flüssigkeitsverlust zu reduzieren. Solche Tiefflüge seien aus Sicherheitsgründen und aufgrund von Vorschriften der Zivilluftfahrt nur tagsüber möglich. Die weltweiten Erfahrungen zeugten jedoch, dass diese Beschränkung der Brandbekämpfung aus der Luft ihren Erfolg beeinträchtigt. Um diese Lücke zu schließen, habe Elbit Systems das Hydrop-System entwickelt, das es ermögliche, definierte Mengen von Flüssigkeit aus Höhen von 500 bis 2000 Fuß präzise an den Branherd zu bringen.

Die Flüssigkeit – wahlweise Wasser, Schaum oder ein anderes Löschmittel – werde dazu in einer speziellen, in einem 20-Fuß-Standardcontainer untergebrachten Anlage in Pellets eingeschlossen, die eine Kapazität von zehn Tonnen pro Stunde hat. Die Pellethüllen seien biologisch abbaubar und hinterlassen laut Elbit nachweislich keine schädlichen Rückstände.

Das in Hubschraubern und Flugzeugen gleichermaßen einrüstbare HyDrop-System baut auf der Avionik von Kampfflugzeugen einschließlich eines ballistischen Computers sowie eines Führungs- und Kontrollsystems auf. Dies navigiert das Flugzeug zum Abwurfpunkt, während der ballistische Computer eine genaue Flugbahn der Pellets unter Berücksichtigung der Flugzeuggeschwindigkeit, der Höhe, der GPS-Position, der Windverhältnisse sowie des Gewichts und der Form der Flüssigkeitspellets erstellt, um eine optimale Trefferquote zu erreichen.