Zweite Premiere der Global 8000 Bombardier

Global 8000: Premiere auf der EBACE

Bombardiers neues Flaggschiff Zweite Premiere der Global 8000

Schneller und weiter: Bombardier hat auf der EBACE in Genf sein neues Flaggschiff Global 8000 vorgestellt. Der kanadische Hersteller möchte den Ultralangstreckenjet mit 8000 Nautischen Meilen Reichweite im Jahr 2025 in Dienst stellen. Ganz neu ist das Programm allerdings nicht.

Auf der EBACE, Europas führender Messe für Geschäftsluftfahrt, die noch bis Mittwoch in Genf läuft, kündigte CEO Éric Martel die Global 8000 an, ein auf der Global 7500 basierender Business Jet mit einer auf 8000 Nautische Meilen (14.816 km) erhöhten Reichweite. Branchenkennern dürfte der Name vertraut vorkommen: Zuletzt hatte Bombardier den Fokus auf Entwicklung und Zulassung seines aktuellen Topmodells Global 7500 gerichtet und die Arbeit an der im jahr 2010 schon einmal angekündigten Global 8000 zunächst hinten angestellt. Selbstbewusst spricht Bombardier jetzt vom schnellsten und reichweitenstärksten Geschäftsreiseflugzeug der Welt.

In Zahlen bedeutet dies laut Hersteller eine Reichweite von 8000 Nautischen Meilen und eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0,94. Zum Vergleich: Gulfstream arbeitet derzeit an der G800, die ebenfalls 8000 Nautische Meilen verspricht bei einer maximalen Geschwindigkeit von Mach 0.925. Bei den Abmessungen gleichen sich die Global 7500 und 8000, lediglich bei der Reichweite gibt es ein Plus von 300 Nautischen Meilen (556 km). Auch beim Triebwerk – Bombardier setzt auf das GE Passport mit 84,16 Kilonewton Schub – sind aus dem Datenblatt keine Unterschiede ersichtlich. Mit der neuen Reichweite lassen sich jetzt noch mehr Städtepaare verbinden, darunter beispielsweise Dubai – Houston, Singapur – Los Angeles oder London – Perth.

Höchstmöglicher Komfort in der Kabine

An Komfort wird es den Passagieren jedenfalls nicht mangeln. In einer Flughöhe von 41.000 Fuß entspricht der Luftdruck in der Kabine einer Höhe von 2900 Fuß (884 m). Bombardiers System namens Pũr Air soll für ausgesprochen saubere Kabinenluft sorgen. Der Innenraum ist in vier geräumige Suiten aufgeteilt. Ebenso wie bei der Global 7500 misst die Kabine 16,59 Meter in der Länge, 1,88 Meter in der Höhe und 2,44 Meter in der Breite. Um dem Jetlag vorzubeugen, ist das Beleuchtungssystems Soleil an Bord. Der hauseigene Nuage-Sitz, der erstmals eine sogenannte Zero-Gravity-Position bietet, bietet auf langen Strecken höchsten Komfort. Dusche, ein großes Bett, ein topmodernes Kabinen-Entertainmentsystem, das Audiosystem l'Opéra und ein 4K-Monitor sollen jeden Flug zum Erlebnis machen.

Im Cockpit verfügt die Global 8000 über das bewährte Bombardier Vision Flugdeck mit Fly-by-Wire-Technologie. Die Piloten profitieren dabei von moderner Avionik und durchdachter Ergonomie. Neu ist auch, dass das Flugzeug ständig mit dem Service verbunden ist. Somit sind die Techniker unmittelbar nach der Landung in der Lage, erforderliche Reparatur- oder Wartungsarbeiten auszuführen.

Bombardier
Die Kabine bietet den aus der Global 7500 bekannten Komfort für die Langstrecke.

Global 7500 knackt die Schallmauer

Welches Potenzial in dem Business Jet steckt, haben die Kanadier abseits der Öffentlichkeit bereits am 18. Mai 2021 unter Beweis gestellt. Bei einem Testflug in Kalifornien knackte ein Erprobungsflugzeug der Global 7500 – die Rede ist von FTV5 "The Masterpiece" mit der Kennung C-GLBG – die Schallmauer. Das Flugzeug, das von einem F/A-18-Verfolgungsflugzeug der NASA begleitet wurde, erreichte wiederholt Geschwindigkeiten von mehr als Mach 1,015, heißt es. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer maximalen Betriebsgeschwindigkeit von Mach 0,94. Éric Martel sprach in Genf gar "vom schnellsten zivilen Flugzeug seit der Concorde". Zudem ist die Global 7500 das erste Flugzeug der Transportkategorie, das mit nachhaltigem Flugbenzin (SAF) in den Tanks schneller als der Schall geflogen ist.

"Mit dem neuesten Mitglied der branchenführenden Global-Familie festigt Bombardier einmal mehr seine Position als Marktführer in der Geschäftsluftfahrt", sagte Éric Martel, President und Chief Executive Officer von Bombardier. "Die Global 8000 baut auf den herausragenden Eigenschaften der Global 7500 auf und bietet unseren Kunden ein Flaggschiff für eine neue Ära. Wir bleiben unübertroffen, was für ein innovationsorientiertes Team wie uns großartig ist."

Nachrüstung der Global 7500 ist möglich

Die Global 8000 wird voraussichtlich 2025 in Dienst gestellt, informierte Martel das EBACE-Publikum. Für Applaus sorgte die Ankündigung, dass die Leistungsverbesserungen von den derzeitigen Betreibern der Global 7500 nachgerüstet werden können. Als Preis sind auf der Messe rund 78 Millionen US-Dollar im Gespräch.

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