in Kooperation mit
Andreas Schmitter

Aachen-Merzbrück

Mit neuer Bahn in die Zukunft

Mit einer auf 1160 Meter verlängerten Piste macht sich der Flugplatz Aachen-Merzbrück fit für die Zukunft, in der auch Lufttaxis eine Rolle spielen sollen.

Am 5. September hat Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst die neue Start- und Landebahn am Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück eröffnet. Für rund sieben Millionen Euro (laut WDR-Angaben) wurde die vormals 520 Meter kurze Bahn 08/26 zurückgebaut und durch die neue, jetzt 1160 Meter lange Piste 07/25 ersetzt. Ziel ist es, den Flugplatz zum Forschungsstandort zu entwickeln, an dem auch Lufttaxis eine Rolle spielen. So war der Strandort Aachen bereits 2019 mit der Vorstellung des Hybrid-Konzepts "Silent Air" in den Medien präsent.

"Wir erhoffen hier am Standort Aachen-Merzbrück die Erforschung und die Umsetzung des hybriden Fliegens, das heißt elektrisch geräusch- und emissionsarm starten und landen und oben zünden und Strecke machen. Das ist die Kombination, die wir brauchen, weil Flughäfen liegen bestenfalls immer in der Nähe zu Ballungsräumen und da gibt es den Konflikt mit den absolut berechtigten Anliegen der Anwohner. Den wollen wir auflösen mit der Entwicklung innovativer Start- und Landeverfahren und das soll hier passieren", ließ Verkehrsminister Wüst in einer Pressemitteilung verlautbaren. Bei der Eröffnung waren Aachener Forscher von RWTH und FH anwesend, die zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft notwendige Innovation umsetzen möchten.

"Diesen Entwicklungen wollen wir uns gemeinsam stellen. Denn heute ist der Verkehrslandeplatz bereits mit annähernd 45.000 Flugbewegungen einer der bedeutendsten Flugplätze in Nordrhein-Westfalen. Mit der Ertüchtigung des Start- und Landeplatzes zum Forschungsflugplatz und den weiteren gewerblichen Entwicklungen lassen sich enorme wirtschaftliche Chancen verbinden. Es werden zudem zahlreiche neue Arbeitsplätze in jedem Qualifizierungssegment geschaffen, was insbesondere vor dem Hintergrund des Strukturwandels für das Rheinische Revier eine besondere Bedeutung hat", sagte der Bürgermeister der Stadt Würselen, Arno Nelles.